Ballsicher und effektiv

FCM bleibt unaufgeregt

Die Mannschaft geht geschlossen nach dem Spiel zum verletzten Sebastian Jakubiak (1. FC Magdeburg,8)
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Geschlossenheit nach dem Abpfiff: FCM-Trainer Christian Titz gratuliert seiner Mannschaft zu drei wichtigen Punkten im Drittliga-Auswärtsspiel beim FC Hansa Rostock.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Der 1. FC Magdeburg hat es erneut geschafft. Und nach dem FC Ingolstadt (2:0) auch am Sonntag mit dem FC Hansa Rostock einen Aufstiegskandidaten in der 3. Liga bezwungen. Zwei Faktoren fielen positiv auf.

„Ich glaube, was uns als Mannschaft momentan auszeichnet ist zwar in der Wahrnehmung, dass wir es mit dem Ball im Spielaufbau gut machen. Aber die Art, wie wir gegen den Ball bereit sind zu arbeiten, den Gegner anzulaufen, das finde ich, ist das, was die Mannschaft gut macht“, lobte FCM-Trainer Christian Titz während der Pressekonferenz. Es stimmte beides. Im Ballbesitz suchten die Blau-Weißen gegen eine passive Rostocker Elf den spielerischen Weg, trugen ihre Angriffe mit sicheren Flachpässen vor.

Die Art, wie wir gegen den Ball bereit sind zu arbeiten, den Gegner anzulaufen, das finde ich, ist das, was die Mannschaft gut macht

Christian Titz (Trainer des 1. FC Magdeburg)

Gegnerische Großchancen wurden kaum zugelassen. Lediglich hatten die Hanseaten Pech, als ein Nachschuss an den Pfosten ging oder Magdeburgs Andreas Müller einen Kopfball nach einer Ecke auf der Linie klären konnte. „Wir haben die erste Halbzeit dominiert“, sagte Müller gegenüber FCMtv. Er selbst hatte mit seiner Vorlage zum 1:0 einen Anteil am Führungstreffer. Dieser war in seiner Entstehung zunächst so nicht zu erwarten.

Nach einem langen Ball von Hansa-Keeper Markus Kolke verlor der FCM den Ball am Mittelkreis. Und gewann ihn aber durch einen Fehlpass von Jan Löhmannsröben umgehend zurück. In diesem Moment setzte Baris Atik zur Vorwärtsbewegung an, wurde von Müller bedient und traf. Und machte aus der ersten Großchance direkt das Tor. Eine Effizienz, die es im Abstiegskampf benötigt.

Diesen Spielzug hatte Atik im Vorfeld mit den Sechsern und Achtern des FCM besprochen. Und darauf hingewiesen, dass er für den Lauf in die Tiefe bereit ist. Der Pass kam an. Der Torschütze selbst machte das, was ihn in seiner momentanen Verfassung ausmacht. „Die Ruhe und das Selbstvertrauen habe ich zur Zeit und habe den einfach reingedrückt“, so Atik.

Wir wollten zeigen, dass wir keine kleine Mannschaft sind und dass wir mit den Teams, die oben stehen, mithalten können.

Baris Atik (FCM-Torschütze zum 1:0)

Das Selbstvertrauen der Mannschaft wird von Woche zu Woche durch die guten Ergebnisse größer. Zuletzt wurden 16 von 18 möglichen Punkten geholt. Die richtigen Entscheidungen und die Konsequenz auf dem Platz verhelfen den Blau-Weißen, für die es in der Liga um den Klassenerhalt geht, mittlerweile auch zu erfolgreichen Auftritten gegen Aufstiegsaspiranten. Daran wäre in der jüngsten Vergangenheit nicht zu denken gewesen.

„Wir haben uns die letzten Wochen sehr belohnt und wollten die Serie fortsetzen. Das ist uns gelungen. Wir wollten zeigen, dass wir keine kleine Mannschaft sind und dass wir mit den Teams, die oben stehen, mithalten können“, sagte Atik. Auch Andreas Müller zeigte sich über den Aufwärtstrend erfreut. „Vor langer Zeit hat in dieser Saison keiner an uns geglaubt – außer wir selbst und die Fans. Wir gehen unseren Weg weiter.“

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