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1. FC Lok Stendal verliert Kellerduell bei Brandenburg Süd 05 deutlich

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Von: Tobias Haack

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Bubke guckt auf den Ball.
Benjamin Bubke (rechts) kassierte mit Lok die Niederlage, die nicht passieren durfte. © Voigt

Der 1. FC Lok Stendal hat am Sonnabend das Kellerduell beim Brandenburger SC Süd mit 0:3 verloren. Im Abstiegskampf der NOFV Oberliga Nord werden die Chancen auf einen positiven Ausgang immer geringer.

Im Abstiegskampf der NOFV Oberliga Nord hat der 1. FC Lok Stendal am Sonnabend einen vielleicht entscheidenden Rückschlag verkraften müssen. Beim Brandenburger SC Süd 05, einem Gegner auf Augenhöhe, verloren die Altmärker deutlich mit 0:3 (0:1). Argumente, weiter an das Wunder Klassenerhalt zu glauben, lieferten die Stendaler ihrem zahlreich mitgereisten und lautstarken Anhang so gut wie keine. Hinten fielen die Gegentreffer zu einfach, vorne entfachte Lok kaum Torgefahr. Der Sieg des BSC, der nun auf vier Punkte enteilt ist, war jederzeit verdient.

Rückstand nach einem ruhenden Ball

Cheftrainer Jörn Schulz bot seine Mannschaft im klassischen 4-4-2-System auf. Den verletzten Torjäger Dimos Daramaras ersetzte Lukas Pfeiffer. Felix Knoblich kehrte zurück. Der Beginn war von beiden Seiten nervös. Kein Wunder, ging es doch darum, den Anschluss ans rettende Ufer zu halten. Verlieren war verboten. Dies war zu spüren. Den ersten Hauch von Gefahr verbreiteten die Stendaler, als Niclas Buschke über links durchbrach, seine flache Eingabe aber noch geblockt wurde. Der BSC, von Ex-Lok-Coach Sven Körner natürlich bis ins Detail auf Stendal vorbereitet, machte per Standard auf sich aufmerksam. „Wir wussten, dass sie dort mit Saheed Mustapha einen Unterschiedspieler haben“, erklärte Jörn Schulz auf der Pressekonferenz. Der ruhende Ball fand den Innenverteidiger dennoch und dieser nagelte das Leder direkt in die Maschen (21.).

Die Eisenbahner versuchten sich zu sammeln und kamen ihrerseits zu zwei im Ansatz guten Möglichkeiten. Bei einem 5-gegen-3-Konter hätte deutlich mehr rausspringen müssen, als nur eine verunglückte Flanke von Mattes Flöther. Dass Lukas Pfeiffer eine Freistoßvorlage von Steven Schubert über das Tor setzte, war eher Pech als Unvermögen. Mit dem 0:1 ging es schließlich in die Halbzeit.

Zambak-Doppelschlag entscheidet

Aus der Pause kam Stendal in Rückstand liegend natürlich etwas druckvoller, lief Brandenburg höher und mutiger an. Der BSC wusste sich allerdings zu behaupten. Von einem „reifen Heimauftritt“ sprach Sven Körner. Dazu gehörte, dass seine Mannschaft später per Doppelschlag für die Entscheidung sorgte. Verantwortlich war Angreifer Ümran Zambak, der beim 2:0 von einem Torwartfehler Mateusz Zlotogorskis profitierte (68.) und beim 3:0 nach einem Konter Johannes Mahrhold und Nils Breda austanzte, um dann trocken einzuschieben (70.). Der anschließende Torjubel geriet in hitziger Atmosphäre aber so aus den Fugen, das Zambak die Gelbe Karte sah. Spielentscheidend war dies nicht mehr, denn mit dem 0:3 aus Stendaler Sicht war die Partie verloren. Der letzte Abschluss der Begegnung gehörte Felix Knoblich. Freistehend im Strafraum traf der Badinger allerdings den Ball nicht richtig. Der 1. FC Lok blieb ohne Treffer und reiste punkt- und torlos von diesem so wichtigen Abstiegsduell ab.

Schulz sieht Schwachpunkt im Offensivspiel, Körner fühlt mit

„Wir haben nach vorne zu wenig Durchschlagskraft. Uns ist nach vorn zu wenig gelungen, wie so oft in dieser Saison. Und dann kannst du das Spiel nicht gewinnen“, erklärte Jörn Schulz den größten Mangel im Spiel seiner tapfer kämpfenden Elf. Sven Körner, der auf der Pressekonferenz ein wenig angegriffen wirkte, wünschte dem 1. FC Lok Stendal trotz der herben Enttäuschung alles Gute und fand für seine Elf nur lobende Worte: „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft. Es stand heute viel auf dem Spiel. Es ging darum, den Anschluss nach oben zu halten.“ Dies ist dem BSC gelungen, während die Zuversicht auf Stendaler Seite weiter schwindet.

Tore: 1:0 Saheed Mustapha (21.), 2:0, 3:0 Ümran Zambak (68., 70.).

1. FC Lok Stendal: Zlotogorski - N. Breda, Mahrhold, Lehmpfuhl, Knoblich - Werner (46. Salge), Flöther, Schubert, Buschke (80. Bubke) - Erdmann, Pfeiffer (56. Wolak).

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