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1. FC Lok Stendal verabschiedet sich mit einer Niederlage von seinem Publikum

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Von: Tobias Haack

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Schmidt und Bubke trauernd auf dem Boden sitzend.
Enttäuscht: Maurice Schmidt und Benjamin Bubke. © Haack, Tobias

Der 1. FC Lok Stendal hat das letzte Heimspiel auf der Oberliga-Bühne am Sonntag mit 1:2 (1:2) gegen Mit-Absteiger SFC Stern 1900 verloren.

Nein, es soll wirklich nicht mehr sein mit einem Sieg des 1. FC Lok Stendal in der NOFV Oberliga Nord. Am Sonntag hatten die Altmärker den Mitabsteiger SFC Stern 1900 aus Berlin zu Gast und verloren eine jederzeit offene Partie mit 1:2 (1:2). Es war die elfte Niederlage in Serie und das 18. Spiel am Stück ohne dreifachen Punktgewinn. Die Chance, im letzten Heimspiel der Saison wenigstens noch diese Negativserien zu durchbrechen war durchaus gegeben, doch es fehlte am nötigen Abschlussglück.

Die Chancenverwertung war im Laufe dieser langen Spielzeit wahrlich nicht das Hauptproblem der krisengeschüttelten Eisenbahner. Am gestrigen Sonntag jedoch gesellte sich auch diese Schwäche noch auf die Stendaler Mängelliste. Gegen Stern gelang es dem 1. FC Lok nämlich mal wieder, sich richtig gute Möglichkeiten herauszuspielen. Bereits in der dritten Minute hätte es das erste Mal im Gästetor einschlagen können. Niclas Buschke bediente Maurice Schmidt, doch der scheiterte im Eins-gegen-Eins. Munter ging es in der Frühphase dieser Begegnung zu, denn bereits im Gegenzug vergaben auch die Berliner ihren ersten Hochkaräter (5.). In der Folge aber ließ sich Stern nicht lange bitten. Lok patzte, präsentierte zwei Treffer auf dem Silbertablett und der SFC nahm dankend an. Das 0:1 von Julius Schmidt-Barbo (7.) war sogar noch gut herausgespielt. Das 0:2 von Florian Merane war indes Folge des x-ten individuellen Blackouts eines Stendalers in der laufenden Spielzeit.

Langeweile kam trotz des frühen Doppelschlags nicht auf, denn die Hausherren steckten nicht auf. Aus Nahdistanz setzte Max Erdmann den nächsten Fehlschuss ab (15.), ehe Max Salge aus weitaus schwierigerer Position zum 1:2 verkürzte (19.). Der 1. FC Lok war da, auch das Stadion kam. Die Partie schien tatsächlich mal in Richtung des Schlusslichts kippen zu können. Einen nächsten schnellen, zielstrebigen Angriff legten Yannick Bäther und Maurice Schmidt auf den Rasen. Den Volley am Ende der Kombination jagte Bäther aber über den Kasten (33.). Stern hätte mit dem Pausenpfiff noch auf 3:1 stellen können, Lok-Torhüter Mateusz Zlotogorski war jedoch im letzten Moment zur Stelle.

Nach dem Seitenwechsel verschwand das wilde Element aus diesem Kellerduell. Die Rolandstädter hatten nun mehr vom Spiel und phasenweise auch die Kontrolle. Ein Lupfer des auffälligen Schmidt hätte den Ausgleich bedeuten können, SFC-Torhüter Divine Imasuen lenkte das Leder aber mit Glück an den Pfosten (58.). Weitere gute Möglichkeiten von Erdmann (67.), Buschke (85.) und abermals Schmidt (88.) führten ebenfalls nicht zum Abspielen der Tormusik im „Hölzchen“. Es blieb bei der knappen Pleite, obwohl gegen einen schwachen Kontrahenten deutlich mehr zu holen war.

„Ein 2:2 wäre sicherlich gerecht gewesen. Wir waren heute die Glücklicheren und das hatten wir in der Saison ja auch noch nicht so oft“, freute sich Gäste-Trainer Andreas Thurau. Lok-Coach Jörn Schulz blieb derweil wieder einmal nur die Gratulation an den Gegner: „Wir wollten heute alles dafür tun, uns vernünftig von unserem Publikum zu verabschieden. Mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. Die erste Halbzeit hat das wieder gespiegelt, was wir in der ganzen Rückrunde gespielt haben.“

Tore: 0:1 Julius Schmidt-Barbo (7.), 0:2 Florian Medrane (12.), 1:2 Max Salge (19.).

1. FC Lok Stendal: Zlotogorski - Salge, Mahrhold, Lehmpfuhl, Bubke - Flöther (51. Lehmann) - Schmidt, Buschke (89. Pfeiffer), Knoblich, Bäther - Erdmann (78. Werner).

SFC Stern 1900: Imasuen - Mattern, Driemel, Wetzel, Udeoka - Rohana - Ehritt (65. Rohr), Schmidt-Barbo, Schrade (65. Kirschner), Medrane (78. Freyer) - Vetter (65. Mentrup).

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