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1. FC Lok Stendal unterliegt der U23 des 1. FC Magdeburg mit 0:1

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Von: Tobias Haack

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Breda im Zweikampf.
Nils Breda und Lok lieferten Magdeburg einen großen Kampf. © Haack

Der 1. FC Lok Stendal hat am Mittwochabend das prestigeträchtige Duell bei der U23 des 1. FC Magdeburg mit 0:1 verloren. In einer Szene hätten die Altmärker den Titelfavoriten richtig ärgern können.

In einem Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga hat der 1. FC Lok Stendal am Mittwochabend bei der U23 des 1. FC Magdeburg mit 0:1 (0:1) verloren. Vor fast 400 Zuschauern auf einem Nebenplatz an der MDCC Arena verkauften sich die Altmärker teuer, sahen aber auch, dass an einer Mannschaft wie der FCM-Reserve in dieser Saison nur schwer vorbeizukommen sein wird.

Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Halle-Ammendorf stellte Lok-Trainer Jörn Schulz erwartungsgemäß nur sehr wenig in seiner Startelf um. Nils Breda rückte als Rechtsverteidiger ins Team, für ihn musste der leicht am Knie angeschlagene Philipp Werner weichen. Ansonsten spielten die Gäste nahezu in Bestbesetzung, auch Rosario Schulze nahm nach seinen Zahnproblemen zumindest mal wieder auf der Bank Platz.

Heimelf mit Profi-Anstrich

Auf Magdeburger Seite standen gleich vier Akteure auf dem Rasen, die offiziell zum (erweiterten) Profikader gehören. Neben Torhüter Noah Kruth und Eldin Dzogovic waren die beiden Innenverteidiger Belal Halbouni und Tim Stappmann die bekanntesten Namen in Blau-Weiß. Kritisch beäugt wurden sie an diesem Abend nicht nur von ihren Trainern Pascal Ibold und Petrik Sander sowie von NLZ-Leiter Thomas Hoßmang, sondern auch von einem Großteil der aktuellen Zweitliga-Mannschaft.

Zu Beginn staunten die Profis am Spielfeldrand nicht schlecht, denn der 1. FC Lok überfiel seinen Gegner mit einem extrem hohen Pressing. Bereits in der ersten Minute senkte sich eine Breda-Flanke um ein Haar ins Tor. Wenige Zeigerumdrehungen später hatte der FCM die Lage dann aber im Griff, und durfte alsbald jubeln. Nach einem langen Ball sammelten die Hausherren die Kopfballabwehr von Johannes Mahrhold auf, Hector Hink kam halblinks im Strafraum zum Abschluss und es stand 1:0 für den Favoriten (11.). Die Heimelf zog nun das Tempo an. In der 14. Minute verhinderte Torhüter Philipp Poser gegen Simon Gollnack den zweiten Einschlag.

Vyrych in höchster Not gestoppt

Die Ottostädter agierten fortan drückend überlegen, mit enorm viel Ballbesitz, aber auch nicht dem höchsten Tempo. Stendal durfte somit in der Partie bleiben und kam in Person von Denys Vyrych zu zwei guten Konterchancen, die aber im letzten Moment abgeblockt wurden (24., 28.). Eine Frage der Entschlossenheit? „Ich denke nicht“, meinte Lok-Trainer Jörn Schulz. „Die beiden Jungs vorne mussten einfach ganz viele Wege gegen den Ball gehen und dann tun die Wege mit Ball halt ein bisschen weh.“

Die Magdeburger kamen vor dem Seitenwechsel noch zu zwei guten Konterchancen (36., 41.), während der 1. FC Lok Pech hatte, dass eine scharfe, flache Knoblich-Eingabe kein Eigentor erzwang. Möglich wäre es in dieser Szene gewesen. Mit dem knappen 1:0 ging es in die Halbzeit.

Lok lässt nur noch wenig zu und hat den Hochkaräter

Unmittelbar nach Wiederbeginn wurde Torschütze Hink dann im Strafraum klar erwischt, ließ sich aber nicht fallen, sodass der mögliche Elfmeterpfiff ausblieb (47.). Es war für lange Zeit die letzte gefährliche FCM-Szene. Die Hausherren brachen zwar dann und wann über die Flügel durch, in Sachen Strafraumverteidigung waren Johannes Mahrhold und Florian Stark nun aber Herr der Lage.

Nach knapp einer Stunde servierte der ansonsten unüberwindbare Tim Stappmann den Gästen dann die große Ausgleichschance auf dem Silbertablett: Ein Querpass des 23-Jährigen landete bei Illia Ilchenko, dem im Eins-gegen-eins aber die Nerven versagten (64.). Für Jörn Schulz im Nachgang kein großes Problem: „Klar können wir da das Tor machen, aber ich glaube, dass Magdeburg dann auch noch einen Tick mehr gemacht hätte.“

Jörn Schulz blickt positiv nach vorne

Ein Freistoß von Halbouni, der knapp sein Ziel verfehlte (78.), war das letzte Hallo einer nicht sonderlich überzeugenden Magdeburger Mannschaft. Der 1. FC Lok Stendal brachte nun Rosario Schulze und entwickelte in der Schlussphase auch noch ein wenig Druck. Die nötige Durchschlagskraft aber fehlte, sodass es beim knappen 1:0 des FCM blieb.

„Aus Niederlagen kann man immer lernen und wir nehmen hier heute unwahrscheinlich viel mit. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wir haben uns hier gut verkauft und können zufrieden nach Hause fahren“, fasste Stendals Trainer die 90 Minuten zusammen.

Tor: 1:0 Hector Hink (11.).

1. FC Lok Stendal: Poser - N. Breda, Mahrhold (82. Säyniö), Stark, Knoblich (67. Bubke) - Schleicher (82. Schulze), Lehmpfuhl, Schubert (57. Flöther), Illchenko (75. Werner) - Salge, Vyrych.

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