Raus mit Applaus

1. FC Lok Stendal unterliegt dem 1. FC Magdeburg lediglich mit 0:3

Zlotogorski hält den Ball gegen Obermair fest.
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Mateusz Zlotogorski rettet vor Raphael Obermair.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Mit erhobenem Haupt und breiter Brust ist der 1. FC Lok Stendal am Mittwochabend aus dem Landespokal ausgeschieden. Im nachgeholten Drittrundenspiel gegen Drittliga-Primus 1. FC Magdeburg unterlagen die Altmärker lediglich mit 0:3 (0:3).

Die Eisenbahner setzten wie auch im regulären Oberliga-Betrieb auf ein Fünferketten-System, in dem gegen den spielstarken FCM vor allem das Zentrum dicht gehalten werden sollte. Die 1 131 zahlenden Zuschauer im gut gefüllten, aber nicht ausverkauften „Hölzchen“ sahen dann auch von Beginn an eine leidenschaftlich kämpfende Lok-Elf. Zwar war der physische und technische Unterschied zwischen den Stendaler Hobbykickern und den Magdeburger Profis zu jeder Zeit sichtbar, doch ein Fußballfeuerwerk gestatteten die Altmärker den namhaften Gästen nicht.

Erst in der 17. Minute kam der FCM zu seinem ersten echten Abschluss, der allerdings sofort einschlug. Raphael Obermair traf aus gut 20 Metern zum 1:0 für die Gäste. Nur knapp eine Minute später war es dann Luka Sliskovic, der durchsetzungsstark auf 0:2 stellte. Ein bitterer Doppelschlag, der allerdings keine Folgen für die Psyche der Stendaler hatte. Im Gegenteil: Nahezu im Gegenzug fand Niclas Buschke, bei dessen Antritten das Publikum regelmäßig aus den Sitzen ging, den ebenfalls auffälligen Steven Schubert, der jedoch das Tor verfehlte (20.). Wenig später blitzte dann kurz mal der Klassenunterschied zwischen beiden Teams auf. Andreas Müller trat unwiderstehlich an und legte in die Mitte, wo das Leder zu Florian Kath gelangte, der mühelos zum 3:0 einschob (27.). Zu diesem Zeitpunkt das erwartet standesgemäße Ergebnis, doch es sollte das letzte Tor des Abends bleiben. Kurz vor der Pause hatte dann sogar der eher ruhige Stendaler Anhang den Torschrei auf den Lippen. Felix Knoblich tauchte nach Buschke-Vorarbeit frei vor dem Kasten auf, scheiterte jedoch an Dominik Reimann (40.). Es war die beste Stendaler Chance dieses Pokalspiels.

Zur zweiten Halbzeit nutzte FCM-Trainer Christian Titz seine fünf Wechselmöglichkeiten in einem Block und brachte unter anderem Top-Torjäger Jan-Luca Schuler. Doch anders als zahlreiche Drittliga-Abwehrreihen bekam Lok den Angreifer gut in den Griff, da dieser kaum eine Bindung zum Spiel fand. Erst in der Schlussphase setzte Schuler mal einen Kopfball daneben (87.). Auch der Rest der Magdeburger Mannschaft wusste in Abschnitt zwei kaum noch zu gefallen. Sliskovic bot sich noch die eine oder andere Chance, richtig zwingend wurde es aber kaum noch. Lok hatte zudem Glück, dass ein Handspiel von Torhüter Zlotogorski außerhalb des Strafraums nicht geahndet wurde (66.). So blieb es beim 0:3.

Tore: 0:1 Raphael Obermair (17.), 0:2 Luka Sliskovic (19.), 0:3 Florian Kath (27.). Zuschauer: 1 131.

1. FC Lok Stendal: Zlotogorski - Salge, Schönburg, Mahrhold (71. Balliet), Danielyan, Bubke (55. Mavroudis) - Schubert (83. Bittner), Knoblich (83. Borkenhagen), Ntais - Buschke, Daramaras (55. Flöther).

1. FC Magdeburg: Reimann - Knost (46. Dzogovic), Sechelmann (46. Condé), Burger, Kath (46. Schuler) - Müller (46. Ceka), Obermair, Rieckmann - Atik (46. Hoch), Franzke, Sliskovic.

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