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1. FC Lok Stendal überzeugt beim 5:0 gegen Blau-Weiß Dölau

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Von: Tobias Haack

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Denys Vyrych bejubelt sein zweites Tor.
Seht her, ich habe zwei Tore gemacht: Denys Vyrych. © Haack

Fußball-Verbandsligist 1. FC Lok Stendal hat eine Woche nach der ernüchternden 0:1-Niederlage beim MSC Preussen eine starke Reaktion gezeigt und einen durch und durch überzeugenden Heimsieg gefeiert. 

Vor lediglich 155 zahlenden Zuschauern im „Hölzchen“ setzten sich die Altmärker mit 5:0 (2:0) gegen den SV Blau-Weiß Dölau durch.

Pressing statt Ballbesitz

Obwohl Lok-Trainer Jörn Schulz in der Innenverteidigung und im zentralen Mittelfeld ein wenig improvisieren musste, hatte seine Elf den gut eingeschätzten Gegner von Beginn an klar unter Kontrolle. Der Schlüssel war ein Umdenken in der Stendaler Philosophie. Statt wie bislang auf Ballbesitz und klare Abläufe im Spielaufbau setzten die Hausherren gegen Dölau auf ein mutiges Angriffspressing. Dieses führte Lok von Beginn an so kompakt, körperlich und zweikampfstark aus, dass Blau-Weiß regelrecht überrumpelt wurde und zu keiner Zeit ein Mittel gegen den Stendaler Dauerdruck fand.

Die ersten Chancen sitzen

Hinzu kam für die Gastgeber eine gute Effizienz vor des Gegners Tor. Von den ersten drei Chancen führten gleich zwei zum Erfolg. Der junge Denys Vyrych traf zunächst auf Vorarbeit von Rosario Schulze (8.) und legte wenig später nach einem Konter nach (18.). Dass Max Salge zwischendurch eine gute Möglichkeit ans Außennetz gesetzt hatte, war zu verkraften. „Pressing war das Thema unserer Trainingswoche. Meine Mannschaft hat das heute dann richtig gut gemacht“, lobte Jörn Schulz.

Zwei weitere Großchancen von Vyrych und Salge, die allerdings nicht zum Abspielen der Tormusik führten, schlossen einseitige 45 Minuten ab. „Wir haben nicht ansatzweise geschafft, das umzusetzen, was wir uns vorgestellt haben. Stendal war eine Liga besser als wir“, analysierte Dölau-Trainer Matthias Hampel anerkennend.

Nur eine echte Möglichkeit für Dölau

Dabei blieb es auch im zweiten Durchgang. Nachdem abermals Vyrych (50.) und Salge (53.) verzogen hatte, beendete Schulze seine persönliche Torflaute mit dem wichtigen Treffer zum 3:0 (54.). Dieser war die Entscheidung. Danach war die Partie ein wenig offener. Stendal kam weiter zu Möglichkeiten, aber auch Dölau bekam nach Unachtsamkeiten die eine oder andere Chance zur Chance serviert. Den einzigen Abschluss brachte Justin Kreideweiß jedoch zu zentral auf Torhüter Philip Poser (75.). Es war der einzige Dölauer Torabschluss an diesem Nachmittag.

Die Joker dürfen glänzen

Die Schlussphase gehörte dann den Stendaler Jokern. Jörn Schulz hatte mittlerweile Max Erdmann und Lukas Pfeiffer eingewechselt – und beide trugen sich noch in die Scorerliste ein. Erdmann versenkte überlegt, nachdem Schulze und Felix Knoblich in der gleichen Szene noch geblockt worden waren (79.). Für den jungen Pfeiffer klappte es nicht ganz mit dem Torerfolg. Nach Maßflanke von Alexander Schleicher setzte er zwar einen perfekten Kopfball, doch dieser ging nicht direkt rein, sondern führte lediglich zu einem Eigentor – 5:0 (83.).

„Wir haben sie uns gut hingelegt und gehen heute alle glücklich nach Hause“, resümierte Schulz zufrieden.

Tore: 1:0, 2:0 Denys Vyrych (8., 18.), 3:0 Rosario Schulze (54.), 4:0 Max Erdmann (79.), 5:0 Norman Giese (83./Eigentor).

1. FC Lok Stendal: Poser - Schleicher, Lehmann (60. Balliet), Stark, Knoblich (80. N. Breda) - Illchenko, Lehmpfuhl (70. Schubert), Flöther, Vyrych - Salge (70. Erdmann), Schulze (81. Pfeiffer).

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