Klare Pleite in Torgelow

1. FC Lok Stendal ohne Chance

Jörn Schulz gibt Anweisungen
+
Jörn Schulz konnte mit seiner Elf in Torgelow wenig ausrichten.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
    schließen

Der 1. FC Lok Stendal hat eine Woche nach seinem 4:0-Geniestreich bei Hansa Rostock II einen weiteren überraschenden Auswärtssieg verpasst. Beim Torgelower FC Greif waren die Altmärker am Sonnabend über weite Strecken chancenlos und verloren überaus deutlich mit 0:6 (0:2).

Im Vergleich zur Vorwoche war Lok-Trainer Jörn Schulz zum Umbauen gezwungen. Felix Knoblich, der sich zuletzt als Linksverteidiger etabliert hatte, fehlte urlaubsbedingt. Für ihn rückte der junge Lorenz Balliet ins Team und kam so zu seinem Oberliga-Startelf-Debüt. Es war ein undankbares, denn Torgelow war vor knapp 200 Zuschauern vom Start weg das tonangebende Team. „Wir sind zu keinem Zeitpunkt in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte Stendals Trainer später. Ob es an der frühen Abfahrt und der langen Zeit im Bus lag, vermochte Jörn Schulz nicht zu sagen. „So richtig habe ich keine Erklärung“, meinte er. Aber zumindest war offensichtlich, dass seine Jungs schwere Beine hatten. Im Gegensatz zur Heim-Elf, die physisch auf einem ganz anderen Niveau agierte. Schulz: „Die haben uns aufgefressen!“

Dennoch war die Partie zumindest vom Ergebnis her noch lange offen. Der TFC dominierte zwar, ließ Ball und Gegner vorbildlich laufen und kam zu seinen Chancen, doch Lok konnte sich auf Schlussmann Mateusz Zlotogorski verlassen. „Der hat uns lange im Spiel gehalten“, lobte Schulz. Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnte aber auch der Pole nichts mehr retten. Patryk Galoch traf zum 1:0 (32.). Patryk Gawinski legte nur zwei Minuten später das 2:0 nach (34.). Mit diesem Doppelschlag im Nacken ging es für die Stendaler schließlich in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel war es Gawinski mit seinem zweiten Treffer, der für die frühzeitige Entscheidung sorgte (54.). Danach war der Nachmittag aus Stendaler Sicht gelaufen. Offensiv entwickelten die Eisenbahner kaum Gefahr und so schleppte sich das Geschehen aus Stendaler Sicht dem Ende entgegen.

In der Schlussphase wurde es dann aber noch besonders bitter. Torjäger Ndubuisi Okoye (79.), Marcin Juszczak (84.) und Jakub Klimko (86.) machten das halbe Dutzend für die Mecklenburger voll. Sehr zum Leidwesen von Trainer Schulz: „Mit den letzten 15 Minuten kann ich nicht leben. Die letzten beiden Gegentore müssen wir einfach besser verteidigen.“ Seiner Mannschaft gelang dies an diesem Nachmittag nicht - auch weil das gewisse Etwas fehlte. „Wir waren zu leise. Ich denke auch, dass uns Felix Knoblich heute als Typ gefehlt hat. Die Jungs sind natürlich enttäuscht, aber wir sind auch platt. Man muss sehen, dass knapp 80 Prozent der Mannschaft Woche für Woche durchspielen. Von daher möchte ich niemandem einen Vorwurf machen“, resümierte Stendals Trainer versöhnlich.

Tore: 1:0 Patryk Galoch (32.), 2:0, 3:0 Patryk Gawinski (34., 54.), 4:0 Ndubuisi Okoye (79.), 5:0 Marcin Juszczak (84./FE), 6:0 Jakub Klimko (86.).

1. FC Lok Stendal: Zlotogorski - Salge, Schönburg, Mahrhold, L. Balliet (71. Danielyan) - Flöther (71. Bubke), Schubert, Ntais, Mavroudis - Daramaras, Buschke.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare