1. az-online.de
  2. Sport
  3. Altmark-Sport

1. FC Lok Stendal muss nach 1:3 gegen den MSV Pampow zurück in die Verbandsliga

Erstellt:

Von: Tobias Haack

Kommentare

Mahrhold schimpft mit dem Schiedsrichter.
Da hilft kein Lamentieren mehr: Johannes Mahrhold (links) und Lok Stendal sind abgestiegen. © Haack, Tobias

Seit Sonntagnachmittag ist es amtlich: Der 1. FC Lok Stendal steigt aus der Oberliga ab. Die 1:3 (0:3)-Heimniederlage gegen den MSV Pampow hat die Altmärker endgültig zurück in die Verbandsliga gestürzt.

Überraschend kam diese Tatsache für niemanden mehr – anders als die gestrige Leistung der Eisenbahner. Trotz ihrer beispiellosen Talfahrt der vergangenen Wochen rafften sich die Stendaler nämlich zu einem sehr leidenschaftlichen Heimauftritt auf und hatten mehr verdient, als eine weitere eindeutige Niederlage. Am Ende waren es aber die altbekannten Defizite, die ein Erfolgserlebnis verhinderten.

Von Beginn an kam die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz besser ins Spiel. Lok war aktiv, störte den Gegner früh, war präsent in den Zweikämpfen. Erste kleine Chancen ließen Felix Knoblich und Niclas Buschke liegen. Pampow hingegen kam sehr bieder daher, fand kaum Lösungen, bis auf einige uninspirierte Diagonalbälle. Dennoch geriet die Heim-Elf ins Hintertreffen. Letztlich – wie immer – zu einfach.

Das 0:1 war ein Eigentor von Innenverteidiger Lorenz Balliet nach einem verlängerten Einwurf (21.). Das 0:2 war ein Kunstschuss von Alt-Meister Marcel von Walsleben-Schied, der allerdings deutlich zu passiv verteidigt wurde (29.). Mit dem Pausenpfiff lief die Lok-Elf dann auch noch in einen unnötigen Konter, den Vsevolodos Camkins locker zum 0:3 vollendete. „Zu wild“ sei seine Mannschaft nach dem ersten Gegentreffer geworden, bemängelte Jörn Schulz.

Anders als zuletzt häufig gesehen, gab sie sich aber gegen Pampow nicht auf. Vielleicht wäre dies passiert, hätte von Walsleben-Schied eine seiner beiden weiteren Großchancen verwertet, so aber blieb der Außenseiter giftig. Der Lohn war ein sehenswertes Kopfballtor von Maurice Schmidt nach einer Maßflanke seines Kapitäns Niclas Buschke (52.). Die Schulz-Elf glaubte an sich, während Pampow nervös wirkte und keine Ruhe mehr ins Spiel bekam. Philipp Werner hatte schließlich die Chance, die nur 101 Zuschauer im „Hölzchen“ richtig anzuzünden, doch frei vor dem Kasten versagten ihm gleich zweimal die Nerven (58.).

„Wenn das zweite Tor fällt, kann das hier nochmal knackig werden“, wusste auch MSV-Trainer Ronny Stamer. Das Tor fiel nicht und Pampow moderierte den Nachmittag letztlich souverän ab. Eine weitere hundertprozentige Kopfballchance Schmidts tief in der Nachspielzeit hätte das Ergebnis wohl nur noch etwas aufgehübscht (90.+3). Es blieb beim 1:3, das für Stendal den Abstieg und für Pampow die Rettung bedeutete.

„Wir sind einfach nur froh, die drei Punkte geholt zu haben“, atmete Gäste-Coach Stamer durch. Jörn Schulz analysierte: „Die drei Gegentore sprechen für die ganze Saison. Dass wir zur Pause 0:3 zurückliegen, war eher unnötig. Am Ende ist die Niederlage aber nicht unverdient.“

Tore: 0:1 Lorenz Balliet (21./Eigentor), 0:2 Marcel von Walsleben-Schied (29.), 0:3 Vsevolodos Camkins (45.), 1:3 Maurice Pascale Schmidt (52.).

1. FC Lok Stendal: Zlotogorski - Schönburg, Mahrhold, Balliet (67. Lehmann), Knoblich - Lehmpfuhl - Schmidt, Erdmann (84. Bäther), Salge, Werner - Buschke.

MSV Pampow: Ellenschläger - Schlüter (72. Dudiev), Berner-Hays, Looks, Reis - Runge, Labrenz, Oami, Miyazaki (84. Paper) - Camkins, von Walsleben-Schied (90. Maaske).

Auch interessant

Kommentare