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1. FC Lok Stendal mit drei weiteren Neuzugängen in die Vorbereitung gestartet

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Von: Tobias Haack

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Spieler des 1. FC Lok Stendal beim Training.
Die Spieler des 1. FC Lok lauschen der Trainer-Ansprache. © privat

Unter dem Motto „Wir werden bereit sein“ hat der 1. FC Lok Stendal am Montag und Dienstag die Vorbereitung auf die Saison 2022/23 in Angriff genommen.

Für den Traditionsverein vom „Hölzchen“ wird die neue Spielzeit nach dem Abstieg aus der Oberliga einen Neuanfang darstellen, den der Klub mit frischem Personal und einer mutigen Spielidee gestalten möchte.

Vorbereitung ohne echte Sommerpause

Zum Auftakt versammelten Chefcoach Jörn Schulz und sein Trainerteam rund 20 Spieler auf dem Trainingsplatz. Zunächst wurde viel gesprochen. Die Neuzugänge wurden dem Team offiziell vorgestellt, Schulz erklärte in groben Zügen, wie er sich das Stendaler Spiel in den kommenden Monaten vorstellt. Auf dem Platz begann es dann eher ruhig mit einem Spiel von 3x20 Minuten. Locker reinkommen, war das Credo. Schließlich hatte keiner der anwesenden Akteure eine richtige Sommerpause, was die Sommervorbereitung für Jörn Schulz zu einem kniffligen Unterfangen macht.

„Es wird komplett anders laufen als in den Vorjahren“, erklärte der Lok-Trainer gegenüber der Altmark-Zeitung. „Die letzte Saison war körperlich und für den Kopf unglaublich anstrengend. Die Jungs hatten nur neun Tage Pause, da ist eine Erholung gar nicht möglich. Dementsprechend werden wir das Training ein bisschen steuern müssen.“ Heißt konkret: Großartige Konditionseinheiten werden sich in Grenzen halten, der Ball und verschiedene Spielformen werden im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Da Trainer und Spieler noch nicht einmal die Zeit hatten, in den Urlaub zu gehen, wird es auch personell in den kommenden Wochen zu einigen Improvisationen kommen müssen. Alles ist anders, und vor allem nicht so einfach.

Mutig und mit mehr Ballbesitz

Nichtsdestotrotz sind die Ziele beim 1. FC Lok als Absteiger aus der Oberliga ambitioniert gesteckt. Vor allem fußballerisch möchten die Eisenbahner einen anderen Weg einschlagen. „Die letzten vier Jahre mussten wir als Außenseiter immer sehr defensiv spielen, das wollen wir jetzt ändern. Wir gehen davon aus, dass wir in der neuen Liga mehr den Ball haben werden und das wollen wir auch. Die Gegner sollen sich nach uns richten. Wir wollen früh draufgehen, mutig sein und uns viele Chancen erspielen“, beschreibt es Jörn Schulz in Kurzfassung.

Trio aus der Ukraine neu dabei

Ein neuer Plan erfordert aber auch neue Spieler. Ein Umbruch sowieso. Von daher waren die Stendaler auf dem Transfermarkt auch schon aktiv. Die Neuzugänge Rosario Schulze, Florian Stark und Alexander Schleicher standen am Montag und Dienstag ebenso auf dem Platz wie der neueste Wurf der Sportlichen Leitung. Wie der Verein gestern offiziell bekannt gab, haben sich mit Denys Vyrych (Flügelstürmer), Artem Dolbniev (Mittelfeld) und Illia Ilchenko (Außenverteidiger) drei blutjunge ukrainische Talente dem Verein angeschlossen. Eine Vielzahl weiterer Probespieler wirkt aktuell ebenfalls am „Hölzchen“ mit.

Kaderplanung noch längst nicht abgeschlossen

Insgesamt fünf neue Spieler sollen es bis zum Saisonstart noch sein, so zumindest der Plan. Jörn Schulz erläutert: „24 Feldspieler und zwei Torhüter, das ist die Kadergröße, die wir uns wünschen. Unser Fokus liegt jetzt noch auf der Torhüterposition, auf einem zentralen, offensiven, torgefährlichen Mittelfeldspieler und auf einem weiteren Innenverteidiger. Ich hoffe, dass wir unseren Kader schnell zusammen haben, um dann an den taktischen Dingen zu arbeiten und daran, dass wir schnell eine Mannschaft werden.“

Einige Abgänge stehen ins Haus

Etwas durchsichtiger wird die Situation des Oberliga-Absteigers dieser Tage auch auf der Seite möglicher Abgänge. Die Trennung von Winter-Neuzugang Adam Wolak hat Schulz bereits bestätigt. Rechtsaußen Maurice Schmidt wurde bei Saxonia Tangermünde vorgestellt und auch Kapitän Niclas Buschke war zum Trainingsauftakt am „Hölzchen“ nicht mehr mit dabei. Ihn wird es aller Voraussicht nach zu Oberliga-Aufsteiger SV Westerhausen ziehen. Auf der Torhüterposition wird sich Stendal ebenfalls verändern. Mateusz Zlotogorski und John Ziesmann gehören beim 1. FC Lok der Vergangenheit an. Der Verein sucht zwei neue Keeper.

Eröffnungsspiel wohl in Tangermünde

Noch nicht ganz offiziell – aber schon längst durchgesickert – ist, dass der 1. FC Lok Stendal am Freitag, den 5. August, das Verbandsliga-Eröffnungsspiel bei Saxonia Tangermünde bestreiten wird. „Davon habe ich auch schon gehört“, sagt Jörn Schulz, für den es ein Wiedersehen mit dem Ex-Verein wird. „Das ist natürlich ein tolles Spiel, auf das wir uns freuen. Da werden viele Zuschauer kommen. Das ist für die Region natürlich ein riesen Spiel.“

Umso wichtiger, dass der Klub auf allen Ebenen auf die Worte seines neuen Slogans Taten folgen lässt. „Wir werden bereit sein“, lautet das Versprechen.

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