FUSSBALL – LANDESKLASSE 1 Trainer Säger ist fast zufrieden

Lok Stendal II: Keine Wundertüte

Carl Klautzsch vom 1. FC Lok Stendal
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Es gelingt nicht alles, sieht aber gut aus: Carl Klautzsch (kniend) und der 1. FC Lok Stendal II können derzeit über kleine Verfehlungen schmunzeln, weil vieles passt.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Man könnte meinen, der 1. FC Lok Stendal II ist sportlich im Soll. Sechs Punkte aus vier Spielen in der Fußball-Landesklasse 1 stimmen Trainer Steffen Säger fast zufrieden.

Stendal - „Die sechs Punkte befriedigen uns überhaupt nicht. Wenn ich sehe, dass wir hier Krevese an die Wand gespielt haben und haben da noch weniger ausgenutzt, haben einen zweifelhaften Rückpfiff eines Tores bekommen. Dann kriegst du im Gegenzug das Tor, da bist du ein bisschen zu grün für“, erklärt Säger gegenüber der Altmark-Zeitung. Und weiter: „Wenn wir neun hätten, wären wir zufrieden, weil die Jungs einfach zu gut sind.“ Wie gut sie sind, zeigten sie beim jüngsten 2:0-Erfolg über den Möringer SV.

Die Lok-Reserve, die mit Spielern aus dem Nachwuchs und einigen Akteuren des Oberligakaders von Trainer Jörn Schulz gespickt ist, offenbarte einen sauberen und strukturierten Spielaufbau. Hin und wieder wurde der Diagonalball versucht, um die Tiefe zu bespielen. Möringen geriet nach einer Minuten in Rückstand, musste dann auch vor der Pause das 0:2 hinnehmen. Der MSV hat aber erfahrene Spieler in seinen Reihen, die erprobt sind, sich im Herrenbereich in Zweikämpfen zu wehren.

Wenn wir neun hätten, wären wir zufrieden, weil die Jungs einfach zu gut sind.

Steffen Säger (1. FC Lok Stendal)

An diesem Punkt arbeitet Säger mit seiner jungen Mannschaft im Training, da er hier noch Verberessungsbedarf sieht. „Was wir noch lernen müssen, das haben wir letzte und vorletzte Woche gesehen, dass wir den Männerfußball noch nicht angenommen haben, diese Körperlichkeit. Damit haben wir zu kämpfen – und das wird uns auch diese Saison begleiten.“

Begleiten wird die Lok-Zweitvertretung das letztjährige Image der „Wundertüte“ dagegen wohl nicht mehr. Säger hat den Auftrag erhalten, den Nachwuchs, der aus der A-Jugend hochgerückt ist, an den Herrenbereich heranzuführen. Und die jungen Akteure zu entwickeln. Dazu werden die Spieler aus der ersten Männermannschaft eingebaut. Mit sechs von zwölf Punkten zeigt sich der 1. FC Lok Stendal II in der Landesklasse 1 absolut konkurrenzfähig. Vor wenigen Wochen hätte damit keiner gerechnet. Zumal nicht feststand, wie der Kader der Lok-Reserve nach zahlreichen Abgängen aufgestellt ist.

Wenn die Jungs ins Laufen kommen, sind sie einfach für die Liga zu schnell. Die sind alle aus der A-Jugend rausgekommen und so bissig und griffig. Das ist schon eine hohe Qualität.

Steffen Säger

Mehrere abgesagte Testspiele im Zuge der Saisonvorbereitung sorgten für viele Fragezeichen. Ende Juli erklärte Thomas Weise, Präsident des 1. FC Lok Stendal, der AZ: „Wir melden die Zweite nicht ab, auch wenn es schwer wird. Wir kriegen das hin.“ Derzeit bekommen sie es hin. Auch wenn nicht vergessen werden darf, dass die Saison jung ist. Die Reifeprüfungen werden in den Aufeinandertreffen mit dem SV Liesten (18. September) und dem Osterburger FC (25. September) erfolgen. Bange ist Säger davor nicht. „Wenn die Jungs ins Laufen kommen, sind sie einfach für die Liga zu schnell. Die sind alle aus der A-Jugend rausgekommen und so bissig und griffig. Das ist schon eine hohe Qualität.“ Diese bringt die aktuell funktionierende Mischung von Lok II in der Saison-Frühphase auf den Platz. Laut und mit Steffen Säger könnte es gerne so weitergehen.

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