FOKUS AUF JUGENDARBEIT / SÄGER HAT STANDING UND ERFAHRUNG

1. FC Lok Stendal feilt im Hintergrund am Unterbau

Tony Nguyen dribbelt mit dem Ball am Fuß. 
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Lok Stendals Zukunft: A-Jugendspieler wie Tony Nguyen (rechts), die in der Verbandsliga auf gutem Niveau agieren. Sie sollen den festen Unterbau der Eisenbahner und den Fluss von der Jugend- zur Oberligamannschaft bilden.  
  • Patrick Nowak
    vonPatrick Nowak
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Die Planungen in den Vereinen laufen im Hintergrund. Trotz des Stillstands im Sport. Ebenso beim 1. FC Lok Stendal, der am Unterbau arbeitet, dabei die Jugendarbeit forciert. Lok-Präsident Thomas Weise gibt Auskünfte über die Gedankengänge.

  • Demnächst berät sich Lok Stendal intern über die Jugendarbeit.
  • Steffen Säger punktet mit seiner Erfahrung.
  • Berliner Vereine haben Vorteile bei der Spielersuche.

Stendal - Dass Lok Stendal aktuell damit zu tun hat, sein Spielermaterial im Verein zu sichern, ist kein Geheimnis (AZ berichtete). Es laufen nach wie vor „intensive Gespräche“, bestätigt Weise. Bis auf den feststehenden Abgang im Sommer von Martin Gödecke gibt es derweil noch keine Neuigkeiten. Vieles wird im Hintergrund besprochen und schrittweise geplant.

Nächste Woche: Zusammentreffen zum Austausch über die Jugend

„Ansonsten gibt es nichts weiter Konkretes. Bei manch einem ist es aus beruflichen Gründen noch nicht ganz klar, wo der Weg hingeht. Wir gehen davon aus, dass die meisten bei uns bleiben“, zeigt sich Weise optimistisch. Für die kommende Woche sei ein Zusammentreffen geplant, versichert er. Einfach, um sich vereinsintern weiterhin auszutauschen.

Themenschwerpunkt des Meetings, das coronabedingt im Rahmen der rechtlichen und gesundheitlichen Bedingungen stattfindet, wird die Jugendarbeit sein. Weise und Co. wollen schauen, „was die Jugendtrainer machen können, um die Jungs vom Sofa zu holen.“ Beim Stichwort Jugend wird schnell klar, was der 1. FC Lok erreichen will. Stendal müsse sich stärker auf die Region und die eigene Ausbildung konzentrieren und den Jungs eine Perspektive schaffen, gibt Weise erste Einblicke.

Steffen Säger gilt als perfektes Bindeglied

Damit dies gelingt, gibt es einen Plan, der Sinn ergibt. Daher wurde Steffen Säger, bislang Trainer der A-Junioren, als Coach der Stendaler Landesklasse-Reservemannschaft installiert. „Die Idee, die dahintersteht, ist, das Ganze als Brücke zur ersten Mannschaft zu nutzen.“ Damit schließt Weise auch den Fokus auf die Jugendarbeit mit ein. Säger genießt ein gewisses Standing und auch Wertschätzung bei den Eisenbahnern. Und scheint aufgrund seiner Kompetenzen, die er hinsichtlich der Jugendförderung mitbringt, der ideale Mann für dieses Vorhaben zu sein.

Steffen Säger rückt als Trainer zur Lok-Reserve auf. Zuvor coachte er die Stendaler A-Jugend.

Gleichzeitig ist Säger die Bezugsperson für Jugendspieler, die ihn bereits kennen. Und auch für diejenigen, die vom Nachwuchs in den Herrenbereich hochgezogen wurden. „Wir haben, wenn es wieder losgeht, ein Loch. Das geht aber allen so. Da ist es eben wichtig, dass es möglichst von der A-Jugend, zweite Herrenmannschaft bis zur Ersten aus einem Fluss kommt“, offenbart Weise. Dieses Loch, womit der Präsident die Wiederaufnahme des Spielbetriebs meint, solle möglichst frühzeitig geschlossen werden.

Säger-Vorgänger Martin Obst soll im Verein gehalten werden

Säger-Vorgänger Martin Obst hatte sein Amt in beidseitigem Einvernehmen niedergelegt. Auch er hat mit dem Landesklasse-Aufstieg von Lok II etwas geleistet. Die Eisenbahner mühen sich, ihn im Verein zu bewahren. „Es tut immer weh, etwas abzugeben, dass man aufgebaut hat. Wir würden ihn gerne im Verein halten, weil es vom menschlichen her ein total positiver Typ ist. Da gibt es aber noch keinen Plan.“

Trainierte zuletzt Lok II: Martin Obst, der im Verein bleiben soll.

Die Idee, wie Lok lukrative Spieler für sich gewinnen möchte, liegt auf der Hand. Es geht oftmals nur über die Altmark. Hier leisten der FSV Saxonia Tangermünde und der SSV Gardelegen gute Arbeit. Wenig verwunderlich, dass Lok sich um Akteure dieser Teams bemühte.

Spielersuche: Vereine aus Berlin sind im Vorteil

Bei der Spielersuche ist die Oberliga-Konkurrenz aus dem Berliner Raum gegenüber dem 1. FC Lok im Vorteil. Da komme man gar nicht mehr nach, so Weise. „Berlin ist eine Millionenstadt, da ist ein großer Pool an Spielern. Das haben wir hier nicht in der Altmark. Wir müssen das Beste aus der Region machen. Und das wollen wir auch machen.“

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