FUSSBALL – LANDESKLASSE

Fast perfekt durchgemogelt: SV Liesten liegt nach Punkten voll im Soll

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Niels Bierstedt (rechts) hat mit dem SV Liesten in den bisherigen sechs Begegnungen der Fußball-Landesklasse fast die optimale Punktausbeute erreicht.

Liesten – Fünf Siege und ein Unentschieden, sowie die Tabellenführung mit 16 Punkten. Der Saisonstart des SV Liesten hätte in der Fußball-Landesklasse nicht viel besser laufen können.

Und hätte es am ersten Spieltag beim 1:1-Remis bei Eintracht Salzwedel nicht ein Elfmetergeschenk für die Gastgeber gegeben, die Elf von Trainer Michael Piotrowski hätte nach Punkten die Maximalausbeute erreicht.

„In den ersten Saisonspielen müssen wir im spielerischen Bereich Abstriche machen. Das einzige was zählt, ist ein gutes Ergebnis. Wir müssen uns da irgendwie durchmogeln“, meinte vor dem Saisonstart Michael Piotrowski aufgrund einer schwierigen Vorbereitung und der damals vorhandenen körperlichen Defizite seiner Schützlinge.

Michael Piotrowski (Trainer SV Liesten)

Diese wurden insbesondere bei der 1:3-Heimniederlage im Kreispokal-Halbfinale eine Woche vor dem Saisonstart gegen Eintracht Salzwedel sichtbar. „Das war ein Weckruf für uns. Danach wussten alle Spieler, dass sie die Hufe anziehen müssen. Zudem haben wir auch einige taktische Änderungen vorgenommen“, blickt Piotrowski zurück. Bereits beim Auftakt in Salzwedel präsentierte sich der SVL in einer weitaus besseren Verfassung und verließ nur aufgrund einer schlechten Chancenverwertung und des erwähnten Elfmetergeschenkes in der Nachspielzeit den Platz nicht als Sieger.

In der Folge wurden Lok Jerichow (4:0), der Möringer SV (4:2), der MTV Beetzendorf (6:0), der Kreveser SV (4:2) und zuletzt Grün-Weiß Potzehne (3:1) bezwungen. In diesen Begegnungen wechselten Licht und Schatten, im spielerischen Bereich hat der SVL nur selten geglänzt. Dies bemängelt vor allem Ex-Trainer Siegmar Pätzold, dem Kapitän Lucas Bresch nach der Partie am vergangenen Sonnabend jedoch einen Blick auf die Tabelle empfahl.

Michael Piotrowski weiß aber selbst, dass bei seiner Mannschaft noch nicht alles rund läuft. Insbesondere gegen tief stehende und aggressiv agierende Vertretungen hat der SVL oft viel Mühe, was für den Trainer vor allem eine Frage der richtigen Einstellung ist. „Wenn man nicht 100 Prozent auf den Platz bringt und die Zweikämpfe nicht annimmt, dann wird es schwierig.“ Gegen Potzehne stellte sich zudem erst der Erfolg ein, als das Spiel über die Flügel forciert wurde.

Auch in den kommenden Wochen darf man von den Liestenern keine großen Attraktionen erwarten, der SVL setzt auch aufgrund einiger personeller Probleme weiter auf Ergebnisfußball. Am kommenden Wochenende steht die Kreispokal-Partie bei Eintracht Mechau auf dem Programm, in der Trainer Piotrowski einen hoch motivierten Gegner erwartet. Die folgenden Punktspiele bei Germania Tangerhütte, gegen Heide Letzlingen und den Osterburger FC werden dem SVL ebenfalls alles abverlangen. An das mögliche Gipfeltreffen am 7. November beim TuS Wahrburg denkt der SVL-Verantwortliche noch nicht. „Diese Partie ist weit weg. Ich hoffe, dass wir bis dahin keine Punkte liegen lassen“, schaut der Trainer von Spiel zu Spiel.

Der SV Liesten hat sich bislang auf jeden Fall gut durchgemogelt und kann optimistisch dem weiteren Saisonverlauf entgehen sehen. „Die Ergebnisse stimmen, wir liegen im Soll. Der Grundstein für eine erfolgreiche Saison ist gelegt“, freut sich Michael Piotrowski über die positive Momentaufnahme. VON RENEE SENSENSCHMIDT

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