Fußball – Landesklasse: Letzlingen schickt Wahrburg mit 2:1 nach Hause

„Extreme Schauspielerei“

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Harte Zweikämpfe bestimmten die Landesklasse-Partie zwischen Heide Letzlingen und dem TuS Wahrburg. Hier setzte sich Torsten Künast (r.) gegen Arce Gomez Dinez durch.

Letzlingen. „Ich habe noch nie eine so extreme Schauspielerei gesehen. “ Dirksen Höft war froh, als der Schlusspfiff ertönte. Jubelnd lief der Trainer des FSV Heide Letzlingen auf den heimischen Rasen und gratulierte seinen Schützlingen.

Sie hatten es in einer hitzigen Partie mit vielen Fouls geschafft, den TuS Wahrburg mit 2:1 (1:0) niederzukämpfen. Die Gäste aus dem Stendaler Ortsteil, als Titelanwärter favorisiert in die Partie gegangen, hatten über die gesamte Spielzeit kaum Ideen. Stattdessen gingen sie hart in jeden Zweikampf und provozierten die Heide-Kicker. Und die steckten nicht nur ein, sondern teilten dann auch einmal aus. So wurde aus dem Spitzenspiel eine hitzige Begegnung mit vielen Unterbrechungen. Keine einfache Aufgabe für Schiedsrichter Thomas Wissel, der ziemlich oft zum Freistoß pfiff.

„Schade eigentlich. Wahrburg hat das gar nicht nötig“, wunderte sich Höft nach Abpfiff. Letzlingens Trainer war trotz seines Ärgers über das Auftreten der Wahrburger stolz auf sein Team. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte er. Nach anfänglicher Verunsicherung fingen sich die Letzlinger und waren ab der zehnten Minute die spielbestimmende Mannschaft. Immer wieder ließen sie den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen und drangen über die Flügel in den Strafraum der Gäste vor. Als Christian Wernecke in der 14. Minute zur verdienten Führung einnetzte, fiel großer Druck von den bisher ungeschlagenen Heide-Kickern ab. Die Wahrburger fanden indes keine Mittel gegen die schnellen und robusten Gastgeber. Immer wieder versuchten sie, mit langen Bällen ins Spiel zu finden. Vergeblich. Brasilianischer Ballzauber? Fehlanzeige.

Erst nach der Pause tauchte die Hinz-Elf das erste Mal gefährlich vor dem Letzlinger Kasten auf. Den ersten Schuss von Ramon Schröder in der 54. Minute konnte Keeper Thomas Lübke mit der Faust parieren, der Nachschuss durch Hari Karaterzyan saß dann zum Ausgleich. Der Schock saß nur kurz. Nahezu im Gegenzug ließ Kay Knackmuß das 2:1 folgen. Die Emotionen kochten weiter hoch. „Wenn man auch beleidigt wird, ist das normal“, hatte Höft Verständnis für seine Jungs. Letzlingen ist mit drei Siegen aus drei Spielen Tabellenführer. „Die Mannschaft macht es mir leicht, weil sie kämpft, schnell hinterm Ball ist und jeden Zweikampf annimmt“, so der stolze Coach.

Von Sabine Lindenau

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