HANDBALL – VERBANDSLIGA Stendal bezwingt Oebisfelde II

HV Lok erwacht rechtzeitig

Mit zehn Treffern war Ludwig Gercke (am Ball) der beste Werfer in Reihen des HV Lok Stendal. Die Gastgeber setzten sich gegen den SV Oebisfelde II durch.
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Mit zehn Treffern war Ludwig Gercke (am Ball) der beste Werfer in Reihen des HV Lok Stendal. Die Gastgeber setzten sich gegen den SV Oebisfelde II durch.

Stendal – Die Serie hält an. Der HV Lok Stendal hat gestern Nachmittag das altmärkische Derby in der Handball-Verbandsliga gegen den SV Oebisfelde II mit 31:24 (13:15) gewonnen und bleibt damit erster Verfolger von Spitzenreiter Haldensleben.

Über weite Strecken der ersten Halbzeit sah es allerdings nicht nach einem deutlichen Erfolg der Gastgeber aus.

„Da war die ganze Mannschaft ein Totalausfall“, bilanzierte Stendals Trainer Frank Ziekau schonungslos. „Wahrscheinlich brauchten die Jungs die erste Halbzeit zum Wachwerden.“ Anders die Gäste, die endlich ihre ersten Punkte holen wollten. Von Beginn an konzentriert, konnten sie wiederholt in Führung gehen. Lok wirkte im Abschluss unkonzentriert. Fehlwürfe und technische Fehler waren die Folge. Nach neun Minuten lag die Oebisfelder Reserve erstmals mit zwei Treffern in Front (3:5). Der HV Lok schien das Blatt mit einem Drei-Tore-Lauf zu wenden (6:5/11. Minute). Doch das gelang nicht. Die Gäste fanden schnell zurück in die Partie, zogen zur Pause erneut mit zwei Treffern davon – 13:15.

In der Kabine wurde Ziekau, der am Spielfeldrand eher ruhiger agiert, lauter. Und seine Worte zeigten Wirkung. Lok kam wie verwandelt zurück auf die Platte. Der Ausgleich war schnell geschafft, in der 35. Minute stand bereits ein Zwei-Tore-Vorsprung auf der Anzeigetafel. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit vorn selbst in Bedrängnis gebracht, indem wir den Torhüter berühmt geworfen haben“, analysierte Oebisfeldes Trainer Tobias Stefanie. Seine Sieben verzweifelte am stark aufgelegten Tobias Vogel. Er und die immer besser agierende Deckung waren der Garant für schnelle Konter. Stendal konnte sich absetzen. Zwischen der 50. und 56. Minute gelang den Gästen kein Treffer mehr – HV Lok netzte fünfmal ein und schaffte sich ein Acht-Tore-Polster. Am Ende hieß es 31:24.

„In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft endlich gezeigt, was in ihr steckt“, wollte Ziekau die erste halbe Stunde möglichst schnell vergessen. „Hätten wir so weitergespielt wie in der ersten Halbzeit, hätten wir verloren.“ Doch er hatte auch Lob für die Oebisfelder übrig: „Sie waren gut, haben uns voll gefordert“, hat er nicht erkennen können, dass sie das punktlose Schlusslicht der Tabelle bilden. Für den Gäste-Coach war nach den vielen Gegentreffern in der Endphase klar: „Dann kommst du nicht mehr ran. Und dann kommt die Moral, dann der Kopf. Und dann ist es vorbei“, musste Stefanie die nächste Enttäuschung verkraften.

HV Lok Stendal (Tore): Kurze, Vogel - Schumann (6), Gercke (10), Leinung (4), Krähe, Tembe (5), Görnemann (2), Grimmer (1), Dietze (3), Ryssmann.

SV Oebisfelde II: Köhler, Wehr - P. Breiteneder (2), F. Hack (3), T. Hack (2), Thiele (7), Meinke, Meinel (1), Schlüter (1), Mieth (4), Spychalski, Keller (4), K. Breiteneder.

VON SABINE LINDENAU

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