FUSSBALL – OBERLIGA Später Staaken-Doppelschlag macht 2:1 zunichte

1. FC Lok erstmals auf Abstiegsplatz

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Ratlos: Stendal-Trainer Jörn Schulz. Seit dem Dreier am 18. August will es nicht mit dem zweiten Sieg klappen.

Berlin – „Das Fazit ist: Du schießt auswärts drei Tore und nimmst hier nichts mit. Das ist schon enttäuschend.“ Trainer Jörn Schulz sprach für jeden, der es mit seiner Oberliga-Mannschaft gut meinte.

Der 1. FC Lok Stendal hat am Sonnabend in Berlin gegen den SC Staaken die fünfte Niederlage kassiert. Somit setzt sich die Sieglos-Serie auch nach dem 14. Spieltag fort.

Der letzte und einzige Dreier gelang am 18. August gegen den Torgelower FC Greif. Jetzt findet sich Lok zwei Spiele vor dem Jahreswechsel erstmals auf einem Abstiegsplatz wieder.

Mit Johannes Mahrhold und Patrick Baudis im Abwehrzentrum für die gesperrten Innenverteidiger Tim Schaarschmidt und Sebastian Hey geriet Stendal im 4-4-2-System mit der ersten Staakener Szene ins Hintertreffen. Ahmad Selman versenkte unhaltbar (2.). Kategorie „Traumtor“, so Schulz. Die Pläne des 1. FC Lok Stendal, der auch auf Martin Krüger und Martin Gödecke verzichten musste, wurden schnell über den Haufen geworfen.

Staaken verpasste es, die Führung auszubauen. Jakob Wartchow nach Überzahlsituation (10.), Marcel Bremer nach einer Balleroberung (13.) und Anthony Guske (15.) blieben nicht konsequent genug. Stendal-Stürmer Denis Neumann drehte die Partie dann aus dem Nichts im Alleingang. In der 23. Minute zog der 29-Jährige einfach ab – 1:1. Und nach einer Hereingabe war der Ex-Barleber ein zweites Mal zur Stelle (31.). Mit einem 2:1 traten die Eisenbahner den Gang in die Kabinen an.

Richtig ausnutzen konnte der 1. FC Lok diesen Vorteil nicht. Die Schulz-Elf scheiterte an der eigenen Chancenverwertung. Neumann blieb der Dreierpack verwehrt, als er an Staaken-Torwart Sebastian Paul nicht vorbeikam (48.). Was Stendal vorne versäumte, konnte hinten nicht ausgebessert werden. Marcel Bremer schob nach einem Lok-Fehler zum 2:2 für die Berliner ein (55.). „Das wird gleich postwendend bestraft“, wusste Schulz.

In der Folge blieb es eine offene Partie mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Staakens Selman (56./74.) und Stendals Niclas Buschke (83.) durften aber nicht jubeln. Eine Standardsituation raubte den Eisenbahnern die Hoffnung auf Zählbares. Tim Lampert köpfte eine Ecke ein (86.). Staaken machte daraufhin das 4:2 durch Brehmer (87.), ehe Tim Kolzenburg verkürzte (90.+3). „Du musst so ein Spiel nach Hause bringen. Das bringen wir aber nicht“, stellte Schulz ratlos fest.

Tore: 1:0 Ahmad Selman (2.), 1:1, 1:2 Denis Neumann (23., 30.), 2:2 Marcel Bremer (55.), 3:2 Tim Lampert (86.), 4:2 Bremer (87.), 4:3 Tim Kolzenburg (90+3).

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Behling, Mahrhold, Baudis, Groß - Salge (80. Seidel-Holland), Schubert (63. L. Breda), Kolzenburg, Buschke - Neumann, Schmidt.  pno

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