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Erster Pflichtspielsieg für die SG Letzlingen/Potzehne

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Von: Michael Jacobs, Tobias Haack

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Ahlfeld kommt gegen Stehr zu spät in den Zweikampf.
Günter Ahlfeld (links) zog mit der SG gegen Malte Stehr und Beetzendorf eine Runde weiter. © Jacobs, Michael

Die frisch gegründete Spielgemeinschaft Letzlingen/Potzehne hat am Wochenende ihren ersten gemeinsamen Pflichtspielsieg gefeiert. Die SG setzte sich im Kreispokal mit 3:2 gegen den MTV Beetzendorf durch.

Es war ein historischer Moment, als am Sonntag die Erstrundenpartie des Fußball-Kreispokals zwischen der SG Letzlingen/Potzehne und dem MTV Beetzendorf abgepfiffen wurde. Geschichtsträchtig war der knappe 3:2 (2:2)-Erfolg der SG aber nicht, weil er knapp ausfiel und mit Blick auf die Umstände des Siegtreffers in der Nachspielzeit glücklich zustande kam, sondern schlichtweg, weil es mit Blick auf die erste Männermannschaft der erste Pflichtspielsieg in der gemeinsamen Geschichte der Spielgemeinschaft Letzlingen/Potzehne war.

Trainer Friedrichs muss leiden

Trainer Michael Friedrichs verschwendete im Augenblick des Erfolges jedoch keine Gedanken an die Bedeutsamkeit des Moments. Vielmehr hatte der Coach im Spielverlauf das ein oder andere graue Haar mehr auf seinem Haupt wachsen lassen müssen. „Wir haben wieder die erste Halbzeit total verpennt und in vielen Situationen auch viel zu nervös gespielt“, schätzte Friedrichs ein.

Folgerichtig waren es zunächst die Beetzendorfer, die gute Szenen kreierten und durch Nils Riga (12.) in Führung gingen. Und auch auf den Ausgleich von Günter Ahlfeld (29.) hatte der MTV die passende Antwort. Fabian Panhey traf postwendend zum 1:2. Zuvor hatte SG-Kapitän Fabian Schlamann im Mittelfeld fahrlässig den Ball verloren. Schlamann machte seinen Fehler jedoch wieder gut, in dem er einen umstrittenen Foulelfmeter - Christian Wernecke und Beetzendorfs Sebastian Eder waren im Zweikampf aneinandergeraten - bockstark zum 2:2-Ausgleich in den rechten oberen Torwinkel versenkte.

MTV vergibt Pausenführung

Und dennoch hätten die Beetzendorfer zur Pause führen müssen. Denn Panhey lief nach einem gänzlich missglückten Rückpass von Jonas Schulze allein auf das SG-Tor zu, schob den Ball aber im Angesicht des herausstürzenden Keepers Andreas Lenz wenige Millimeter am linken Pfosten vorbei.

Hälfte zwei kontrollierten dann größtenteils die Gastgeber. Wirklich zwingend war jedoch nur Ahlfelds Pfostenschuss in Spielminute 50. So plätscherte die Partie langsam aber sicher in Richtung Verlängerung. Diese verhinderte Wernecke in der fünften Minute der Nachspielzeit jedoch, als er nach einem schnell ausgeführten Einwurf im Strafraum die Nerven behielt und das Leder trotz großer Bedrängnis im Kullertempo in die Maschen bugsierte.

Banse hadert mit dem Unparteiischen

Zwei Minuten später war Schluss und der Ärger bei MTV-Trainer Michael Banse zunächst groß. „Aus meiner Sicht waren alle drei Gegentore Geschenke vom Schiedsrichter“, schimpfte Banse, analysierte die Partie anschließend aber sehr sachlich. „Wir mussten heute vier wichtige Spieler ersetzen und haben es dafür sehr gut gemacht. Speziell in der ersten Hälfte haben wir die Räume, die der Gegner angeboten hat, prima bespielt und auch die Tore gemacht. Die Großchance unmittelbar vor der Halbzeit hätte uns das Leben natürlich leichter machen können.“ Folgerichtig war Banse zufrieden.

Tore: 0:1 Nils Ryga (12.), 1:1 Günter Ahlfeld (29.), 1:2 Fabian Panhey (29.), 2:2 Fabian Schlamann (40./FE), 3:2 Christian Wernecke (90.+5).

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