Fußball, Oberliga: 1. FC Lok muss sich bei Union Sandersdorf neu aufstellen

Erster Anlauf ohne Motor

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Nach dem Ausfall von Moritz Instenberg kehrt Steven Schubert (rechts) in die Stendaler Stammformation zurück. Zu Saisonbeginn warfen den defensiven Mittelfeldspieler noch kleinere Verletzungen zurück.

Stendal. Der 1. FC Lok Stendal hat nach seinem Traumstart in die Oberliga unter der Woche den ersten echten Rückschlag der noch jungen Saison hinnehmen müssen.

Der langwierige Ausfall des Spielmachers Moritz Instenberg (Kreuzbandriss) dämpfte die Stimmung beim noch ungeschlagenen Aufsteiger gehörig, denn in den Reihen des aktuellen Tabellendritten weiß jeder, dass dieser Verlust sowohl sportlich als auch menschlich nur schwer zu kompensieren sein wird. Den ersten Versuch unternimmt der 1. FC Lok bereits heute Mittag (Anstoß: 13.30 Uhr) bei der SG Union Sandersdorf.

„Wir werden das mannschaftlich geschlossen auffangen müssen“, sagt Trainer Sven Körner, der seinen Spielmacher nominell durch Steven Schubert ersetzt. Der 23-Jährige ist jedoch ein gänzlich anderer Spielertyp als Instenberg. Schubert steht für Robustheit und Zweikampfstärke, weniger jedoch für spielerische Eleganz und Ideen im Offensivspiel. „Schubi muss die Inhalte seines Spiels bestmöglich einbringen“, verlangt Körner vom Instenberg-Vertreter keine Wunderdinge. Die Rolle des Gestalters soll vielmehr Franz Erdmann zukommen. Der Standardspezialist kehrt nach einem schmerzhaften Pferdekuss in der Vorwoche wieder in die Startelf der Altmärker zurück und soll den kreativen Part auf der Doppel-Sechs übernehmen.

In Sandersdorf, bei einer „erfahrenen Oberliga-Mannschaft“, wie Körner befindet, werden aber zunächst Defensivtugenden gefragt sein. „Wir müssen gut gegen den Ball arbeiten, uns bei langen Bällen gut absichern und bei Standards offensiv und defensiv konzentriert sein“, fordert Körner, der in all diesen Punkten mit seiner Mannschaft beim jüngsten 2:1-Erfolg über Barleben nicht vollumfänglich zufrieden war. „Das ist alles noch ausbaufähig.“

Gelingt es, die gewünschte Kompaktheit auf den Sandersdorfer Rasen zu bringen, bleibt die Frage wie Lok ohne Instenbergs Ideen offensiv zum Zug kommen will. Eine mögliche Option könnte Niclas Buschke sein, der aus seinem Urlaub zurückgekehrt ist. Aber auch auf dem formstarken Angreifer Benedikt Nellessen (4 Saisontore) ruhen die Hoffnungen der Stendaler. „Er ist richtig gut drauf und hat im Moment auch ein bisschen das Glück auf seiner Seite. Ich hoffe, das hält noch eine Weile an“, sagt Körner.

Von Gegner Sandersdorf erwartet der Stendaler Übungsleiter eine Menge Gegenwehr und daher vielleicht das bislang schwierigste Auswärtsspiel: „Das wird eine richtige Aufgabe“. Union holte zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen und blieb dabei ohne Gegentreffer. Die auswärts noch ungeschlagenen – aber auch sieglosen – Altmärker werden gefordert sein, wollen sie ihren Lauf weiter fortsetzen.

Von Tobias Haack

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