FUSSBALL – OBERLIGA Lok Stendal vor Abstiegsduell beim FC Strausberg

Erneuter Anlauf der Schulz-Elf

+
Seit neun Spielen sieglos: Jörn Schulz. Der Trainer peilt morgen mit seinem 1. FC Lok Stendal in Strausberg den zweiten Dreier in der Oberliga an.

Strausberg/Stendal – „Du darfst dieses 2:2 nicht bekommen“, machte Jörn Schulz am Sonntag seinem Ärger auf der Pressekonferenz nach dem Remis gegen den Aufsteiger SV Tasmania Berlin Luft. Die Oberliga-Punkteteilungen bringen den Trainer und seinen 1.

FC Lok Stendal nicht weiter. Morgen bietet sich ein erneuter Anlauf, um den ersehnten zweiten Sieg im elften Spiel zu landen. Ab 13. 30 Uhr gastieren die Eisenbahner, die mit zehn Zählern Zwölfter sind, beim Keller-Konkurrenten FC Strausberg (15. Platz/6 Punkte).

Anders als in Stendal, wo Schulz seit November 2018 in der Verantwortung steht, hat Strausberg mit Oliver Richter seit gut drei Wochen einen neuen Trainer. Seine beiden Partien gingen mit 0:5-Toren verloren. Vorher erlebte der Vorjahres-13. nach fünf Auftaktpleiten ein kurzes Hoch mit zwei Siegen. Der kommende Lok-Gegner wartet momentan seit vier Spielen auf ein Tor und etwas Zählbares. „Wir haben sechs Punkte und bis zum Ende der Hinserie kommen ganz sicher noch welche hinzu. Wenn es gegen Lok passieren sollte, wäre das natürlich sehr schön und ein Anfang einer kleinen Aufholserie“ wird Richter in der „MOZ“ (Märkische Oderzeitung) zitiert.

Die schlechte Strausberger Tordifferenz von -30 erinnert etwas an die Misere des 1. FC Lok aus der Vorsaison. Dass es morgen für die Elf von Jörn Schulz zur schwächsten Abwehr der Oberliga geht, soll genutzt werden. Doch in solch einem Kampfspiel gilt es zunächst, sich auf die Basics zu konzentrieren. „Was ich wirklich Woche für Woche predige, ist, dass wir mit unserer Mannschaft und unseren Verhältnissen erst mal die Grundtugenden auf den Platz bringen müssen“, erklärte Schulz.

Zwei Mal trafen Lok Stendal und der FC Strausberg aufeinander. Beide Teams setzten sich jeweils mit 2:1 durch. Wer aber am Sonntag die drei Punkte einfährt, könnte in der Tabelle klettern, weil sich zeitgleich andere Abstiegskonkurrenten gegenüberstehen. So trifft der SC Staaken (10.) bereits heute auf den Brandenburger SC Süd (13.) und der Ludwigsfelder FC (14.) reist zu Tasmania Berlin (11.). Der SV Victoria Seelow hat mit Tabellenführer Hertha Zehlendorf die schwerste Aufgabe vor sich.

Schulz’ Auftrag für das Kellerduell in Strausberg ist klar: „Wir kommen da unten nicht raus und brauchen jetzt Mal einen Dreier, um einfach mal eine Woche in Ruhe arbeiten zu können.“ Stendal wolle Spiele gewinnen. Momentan falle es Lok aber ein bisschen schwer, so Schulz.

Voraussichtliche Aufstellung des 1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Groß, Hey, Baudis, Mahrhold - Buschke, Schubert, Kolzenburg, Krüger - Gödecke, Neumann.

VON PATRICK NOWAK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare