Handball-Bundesliga: Magdeburg bezwingt TBV Lemgo mit 32:21 (18:10)

Erleichterung beim SCM

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Magdeburgs Michael Damgaard (Mitte) wurde hier von den Lemgoern Ionut Ramba (rechts) und Patrick Zieker (links) attackiert. Der SCM gewann am Ende deutlich mit 32:21.

Magdeburg. Aufatmen in Magdeburg. Gegen den TBV Lemgo holte der SCM gestern Nachmittag vor 5. 732 Zuschauern in der GETEC-Arena seinen ersten Sieg im vierten Saisonspiel. Und das sehr überzeugend. Am Ende stand es 32:21 (18:10) für die Grün-Roten.

„Ich bin erleichtert für die Mannschaft, dass sie sich einfach einmal belohnen konnte.“ Bennet Wiegert hatte vor dem Spiel bewusst den Druck von seinen Jungs genommen. Doch natürlich wusste der Trainer des SC Magdeburg, wie wichtig das Spiel gegen den TBV Lemgo war und dass er und seine Sieben unter enormem Erfolgsdruck standen. Der 32:21-Sieg war vielleicht noch kein Befreiungsschlag, doch er hat den Bundesliga-Handballern neues Selbstbewusstsein gegeben.

Nach nervösen Anfangsminuten und einem 2:3-Rückstand ließen die Grün-Roten keine weitere Führung der Gäste zu. In der Abwehr extrem kompakt und im Angriff nicht mehr so überhastet wie gegen den DhfK Leipzig vor einer Woche agierte der SCM spielfreudig und mit dem unbedingten Willen, die Platte als Sieger verlassen zu wollen. Trainer Wiegert ließ mit Mads Christiansen und Daniel Pettersson direkt zwei der drei Neuzugänge auflaufen. Trotz der englischen Woche mit der denkbar knappen Auswärtsniederlage in Flensburg am Mittwoch wirkte die Mannschaft gestern Nachmittag sehr ausgeschlafen. Physisch genauso wie mental. Die Gäste aus Lemgo konnten eine gute Viertelstunde mithalten, mussten den Gastgeber dann aber ziehen lassen. Nach 23 Minuten lag der SCM mit fünf Toren vorn (12:7). Zum Pausenpfiff waren es dann sogar acht (18:10).

Auch in Halbzeit zwei ließen van Olphen & Co. nicht nach. Im Gegenteil. Mit der grün-roten Wand im Rücken, die ihr Team nach vorn peitschte, wuchs der Vorsprung weiter an. Der SCM überrollte den TBV Lemgo nahezu, lag zwischenzeitlich mit zwölf Toren in Front (27:15). Zwar konnte Lemgo noch einmal verkürzen, kam auf acht Tore heran (29:21). Doch am Ende war den Landeshauptstädtern der verdiente 32:21-Erfolg nicht mehr zu nehmen.

„Das war in dieser Phase ein sehr wichtiger Sieg für uns“, resümierte Wiegert, dem die Erleichterung anzusehen war. Nun sei es gut, eine ganze Woche Zeit zum Training zu haben, bevor das nächste wichtige Auswärtsspiel in Gummersbach ansteht.

• SC Magdeburg: Quenstedt - Musche (7 Tore), Pettersson, Weber (4), van Olphen, Damgaard (4), Lemke (2), Bezjak (3), Christiansen (4), Zelenovic (4), Musa, Bagersted (3), O’Sullivan (1).

Von Sabine Lindenau

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