Schinnes Noah Mohammed Saeg stellt beim 27. Masters neuen Tor-Rekord auf

Erfolg der alten Schule

Schinne-Torjäger Noah Mohammed Saeg (rechts) stellte in Beetzendorf namhafte Konkurrenz wie Salzwedels Marcel Peters (links) beeindruckend in den Schatten.

Beetzendorf. Bis zum vergangenen Sonnabend schienen acht Treffer eine magische Marke beim Altmark Masters zu sein.

Seit dem ersten Turnier 1992 hat es beim Traditionsturnier der Altmark-Zeitung schon zahlreiche gute Torjäger gegeben, doch über die Anzahl von acht Toren kam niemand hinaus. Sven Suckow (Saxonia Tangermünde), Mathias Grabs (Eintracht Mechau), Maik Aumann (Lok Stendal), Marcel Brinkmann (Medizin Uchtspringe) und Christian Krziwanie (SSV Gardelegen) teilten sich bislang den Tor-Rekord, ehe Noah Mohammed Saeg bei der 27. Auflage scheinbar spielend an ihnen vorbeizog. Acht Treffern in der Vorrunde folgte ein weiterer im Halbfinale – neuer Bestwert!.

Die Voraussetzungen für einen neuen Rekord waren eigentlich gar nicht so gut. Das Starterfeld war mit zehn Teams um zwei Mannschaften reduziert worden. Zudem hatte Saeg mit der Schinner Eintracht als Kreisoberligist und Außenseiter nun wahrlich nicht die rosigsten Aussichten, zum besten Goalgetter der Masters-Geschichte aufzusteigen. Doch der 31-Jährige Angreifer und seine Mannschaft wussten zu überraschen. „Man merkt, dass die richtig Bock haben, hier was zu reißen“, erkannte nicht nur Lok Stendal-Co-Trainer Steve Audorf schnell. Die Eintracht stürmte mit tollem Offensivspiel auf Rang drei und hatte mit Saeg den Spieler des Turniers in ihren Reihen.

Als Stürmer „alter Schule“ markierte der Schinner Tor um Tor. „Nach hinten macht er ja wirklich nicht viel, aber dafür schlägt er vorne eiskalt zu“, beschrieb Schinne-Betreuer Marc Teichert die etwas antiquierte, aber dennoch erfolgreiche Spielweise seines Stoßstürmers passend. „Ich hatte einen sehr glücklichen Tag. Die Mannschaft hat super funktioniert und wir haben eine tolle Vorrunde gespielt. Ohne meine Mitspieler hätte ich nicht so viele Tore schießen können“, gab Saeg nach dem Turnier die zahlreichen Schulterklopfer an seine Mitspieler weiter. Auch Teichert wollte den Schinner Erfolg keineswegs als One-Man-Show verstanden wissen: „Er hat von der Mannschaft gelebt, die dahinter stark für ihn gearbeitet hat.“

Seine Treffsicherheit beweist Saeg allerdings nicht nur in der Halle. Auch in der Kreisoberliga zählt der Schinner zu den besten Angreifern. Angesichts der starken Konkurrenz in Beetzendorf kam sein Erfolg dennoch aus heiterem Himmel. „Wenn mir das vorher einer gesagt hätte, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt. Aber so ist der Fußball. Er schreibt manchmal schöne Geschichten und jetzt haben wir mal eine in Schinne“, so der Rekordhalter.

Von Tobias Haack

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