Landesklasse: SSV Gardelegen erwartet Eintracht Salzwedel zum Top-Spiel

„Endlich wieder Fußball“

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Florian Scheinert (links) will mit dem SSV Gardelegen die Erwartungen einer spielerischen Steigerung und besserer Chancenverwertung im Spitzenspiel gegen Eintracht Salzwedel erfüllen.

Gardelegen. Der Tabellenfünfte erwartet den Rangzweiten.

Doch die Konkurrenz sieht den SSV Gardelegen, der vier Spiele weniger ausgetragen hat, als „eigentlichen Tabellenführer“, sodass die heutige Heimbegegnung auf der „Rieselwiese“ (Anpfiff: 15 Uhr) gegen den Kreisrivalen Eintracht Salzwedel das Top-Spiel der Fußball-Landesklasse am Osterwochenende ist.

„Die Gardelegener haben es in eigener Hand. Sie verfügen über eine ausgeglichene und sehr starke Mannschaft“, lobt Eintracht-Trainer Burghardt Schulze den heutigen Gegner, den er am vergangenen Sonntag beim Kreispokal-Spiel in Kuhfelde (2:1) selbst in Augenschein nehmen konnte. „Nach der Winterpause ist beim SSV noch nicht so richtig der Knoten geplatzt. Sie suchen noch ihren Rhythmus. Ich hoffe, dass dies nicht gegen uns passieren wird“, so Schulze, der mit seinen Schützlingen wenigstens einen Punkt entführen möchte. „Wir wollen weiter oben mitmischen. Dafür ist es notwendig, dass wir heute etwas mitnehmen.“

In der Vorwoche erreichte die Eintracht nach einem 0:2-Rückstand gegen den Osterburger FC noch ein 2:2-Remis. „Die Einstellung hat gestimmt, doch wir haben zu wenig Fußball gespielt“, bemängelte der SVE-Trainer, dessen Elf im Oktober das Hinspiel aufgrund einer guten zweiten Halbzeit mit 3:1 gewinnen konnte. Die damals gezeigte Leistung wollen die Salzwedeler heute wiederholen. „Jeder muss eine 100-prozentige Leistung bringen, dann haben wir eine Chance“, glaubt Burghardt Schulze, dem alle Spieler des Kaders zur Verfügung stehen.

1:1 gegen Potzehne, 2:2 in Krevese, 2:1 im Kreispokal in Kuhfelde. In allen drei Fällen ließen die Angreifer viele gute Möglichkeiten ungenutzt. Nach dem Spiel in Kuhfelde, als Michel Rosenberger dem SSV mit einem herrlichen Hechtkopfball-Tor in der 89. Minute die Verlängerung ersparte, bemängelte Trainer Norbert Scheinert zudem die Körpersprache seiner Schützlinge, die besser werden müsse, um das große Ziel – Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga – zu erreichen.

„Klar haben wir vier Spiele weniger ausgetragen, doch die muss man auch erst einmal gewinnen. Wir haben noch einen langen Weg vor uns“, meint Norbert Scheinert, der sich auf das heutige Spiel freut, erwartet doch der SSV-Trainer einen Gegner, der sich nicht hinten reinstellt und mauert. „Endlich wird wieder Fußball gespielt“, so Scheinert, dessen Elf im Hinspiel ihr „schlechtestes Saisonspiel“ zeigte und nicht nur nach Ansicht des Trainers gegen die Eintracht etwas gutzumachen hat. „Wenn wir gewinnen wollen, dann müssen wir uns spielerisch steigern und vor allem unsere Chancen besser nutzen“, fordert Norbert Scheinert, der ebenfalls Bestbesetzung aufbieten kann, von seinen Mannen.

Von Renee Sensenschmidt

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