FUSSBALL KFV-Präsident Werner Meinschien tritt nach 16 Jahren ab / Ehrenpräsidentschaft

Das Ende einer Ära

Der alte und der neue KFV-Präsident: Michael Müller (r.) löst Werner Meinschien ab.
+
Der alte und der neue KFV-Präsident: Michael Müller (r.) löst Werner Meinschien ab.

Klietz – Er verlor nicht mehr viele große Worte. Am letzten Tag seiner Amtszeit lehnte sich Werner Meinschien zurück. Und hörte den Gastrednern zu, die auf seine Ägide zurückblickten, ihn mit Lobeshymnen überschütteten und ihm dankten.

Nur für einige Auszeichnungen stand er zwischendurch auf und verteilte Ehrennadeln.

16 Jahre lang war Meinschien Präsident des Kreisfachverbandes Fußball (KFV) Altmark Ost. Ein weiteres Mal trat der Tangermünder nicht mehr an. Der 71-Jährige überlässt das Verantwortungsfeld nun der jüngeren Generation. Und wurde am Freitagabend nahezu mit dem Schlussakkord des VIII. Verbandstages des KFV zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Stehende Ovationen und lang anhaltender Applaus der Delegierten und Ehrengäste begleiteten den feierlichen Moment im Klietzer Tagungshotel. Meinschien war gerührt, nahm Glückwünsche und Blumen gern entgegen. „Ich bedanke mich recht herzlich und denke, dass das Erarbeitete anerkannt wird.“ Ein kurzes Statement für diese lange Ära, die nun vorbei ist.

Meinschien gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kreisfachverbandes. Sein Nachfolger Michael Müller blickte zurück. „Werner hat Stärken, da könnte ich ein Buch drüber schreiben.“ Das Vertrauen, dass er den Funktionären geschenkt habe, sei beispielhaft. Außerdem habe er der Jugend viel Freiraum gelassen. „Er hat generationsübergreifend Vertrauen geschaffen“, würdigte er den scheidenden Präsidenten.

Dass er am Freitagabend zum Ehrenpräsidenten ernannt worden würde, davon wusste der 71-Jährige nichts. Meinschien, für den seine Amtszeit mehr Ehre als Amt war, hörte gern der Laudatio von Katrin Kunert zu. Sie erinnerte an viele Momente - von spannenden Wahlen mit Schweißausbrüchen bis zum Austausch von Kuchenrezepten. Die Chemie zwischen Kunert, der er einst sogar die Goldene Ehrennadel für ihr Engagement überreichte, stimmt einfach.

Meinschien hinterlässt große Spuren und Fußstapfen, in die sein Nachfolger noch hineinwachsen muss.  sli

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare