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Eintracht macht Rückkehr in die Landesliga perfekt

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Von: Renee Sensenschmidt

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Vier Fußballspieler mit einem Ball
Philip Müller (am Ball) spielte nach dem Wechsel die Abwehr des 1. FC Lok Stendal II (l., Amadou Sall) regelrecht schwindlig und erzielte drei Treffer. © Sensenschmidt

Salzwedel – Nach zehn Jahren kehrt der SV Eintracht Salzwedel in die Fußball-Landesliga zurück. Die Mannschaft von Trainer Helge Kietzke verteidigte mit einem souveränen 5:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den 1. FC Lok Stendal II die erste Position in der Landesklasse 1 und entschied damit das Fernduell um den Titel gegen den Osterburger FC für sich.

Die Anspannung bei den Spielern und beim Trainer war vor der Partie groß, ist doch der letzte Schritt zumeist der schwerste. „In der ersten Halbzeit hat man meiner Mannschaft ihre Nervosität noch angemerkt, zumal einige Spieler nach einer Erkältung nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Die Jungs haben dann aber das gemacht, was sie sollten“, freute sich nach Spielschluss Helge Kietzke. Dessen Elf bestimmte vor 345 zahlenden Zuschauern von Beginn an die Partie. Chancen ließen auch nicht lange auf sich warten, Pascal Kreitz per Kopf (1.) und Luca Nowak (2.) verfehlten. Die Gäste spielten in der Folge gefällig mit, doch bei den Säger-Schützlingen fehlte der Zug zum gegnerischen Tor. Den hatte die Eintracht, für die Niklas Gille (12.) und Luca Nowak (21.) weitere Möglichkeiten vergaben. In der 28. Minute war es dann soweit, nach Freistoß von Philip Müller köpfte Routinier Kevin Gebert zur verdienten 1:0-Führung ein. Müller (36., 44.) und Nowak (41.) hätten bereits vor der Pause nachlegen können, doch Maximilian Wetzel im Lok-Kasten ließ sich nicht überlisten.

Schiedsrichter Marcel Meier pfiff die zweite Halbzeit mit dreiminütiger Verspätung an, hatten doch die Eintracht-Fans mit Bengalos die „Flora“ in Nebel gehüllt. Als es dann losging, war die Eintracht sofort präsent und entschied mit einer Drei-Minuten-Gala die Partie. Philip Müller netzte bereits nach 16 Sekunden zur 2:0-Führung ein und ließ nur eine Minute später das dritte Tor folgen. Damit nicht genug, eine Zeigerumdrehung weiter erhöhte Luca Nowak auf 4:0. Fast wäre Pascal Kreitz in der 50. Minute der nächste Treffer gelungen, doch mit einem Wahnsinns-Reflex hielt Maximilian Wetzel den Schuss aus kurzer Entfernung. Danach setzte Lok das erste Lebenszeichen in der Offensive, Yaya Touray prüfte Eintracht-Keeper Dennis Röhl (53.). Anschließend rückte wieder Wetzel in den Blickpunkt, der Lok-Schlussmann verhinderte ein Eigentor von Amadou Sall (66.) und hatte dann Glück, dass sich Pascal Kreitz nach einem Nowak-Solo im Abseits wähnte und den Ball nicht ins leere Tor schob. Es folgte ein Solo-Auftritt von Philip Müller, der nacheinander Max Schumann, Amadou Sall und Torwart Maximilian Wetzel vernaschte und zum 5:0 vollendete (68.).

In der Schlussphase hatte die Eintracht noch weitere Hochkaräter, um das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Für die Stendaler verpasste Jakob Elsner (86.) aus der Distanz ein mögliches Ehrentor nur knapp. „Uns fehlt vorn ein Knipser. Der Endstand ist für mich auch zwei Tore zu hoch. So viel schlechter waren wir nicht. Die drei schnellen Tore nach der Pause haben das Spiel entschieden“, meinte Lok-Coach Steffen Säger, der den verdienten Erfolg der Salzwedeler anerkannte.

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