FUSSBALL – KREISOBERLIGA ALTMARK WEST Schwiesau sorgt für einige Überraschungen

Einstellig – Schwalben bleiben bescheiden

Martin Schmidt (links) hat mit Schwiesau in der laufenden Saison bereits für einige Überraschungen gesorgt. 
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Martin Schmidt (links) hat mit Schwiesau in der laufenden Saison bereits für einige Überraschungen gesorgt.

Schwiesau – In . der Fußball-Kreisoberliga Altmark West hat der SV Schwalbe Schwiesau in der laufenden Saison bislang positiv überrascht. 13 Punkte erspielten die Mannen um Spielertrainer Senol Isik in sieben Begegnungen, Platz sieben ist der verdiente Lohn.

Zudem wurde im Kreispokal Landesklassen-Vertreter Grün-Weiß Potzehne mit 8:7 nach Elfmeterschießen bezwungen.

„Wenn wir alle Spieler an Bord haben, dann sind wir nur schwer zu schlagen“, sieht Isik seine Mannschaft als einen unangenehmen Gegner für die Konkurrenz. Der Aufschwung überrascht, gehörten doch die Schwiesauer in der abgebrochenen Saison 19/20 zu den abstiegsgefährdeten Teams. Nur zwei Siege und drei Remis aus 13 Partien standen bei Abbruch auf der Habenseite. Da läuft es aktuell weitaus besser. „Wir haben Spaß, Ehrgeiz und eine super Kameradschaft“, berichtet Senol Isik, der mit Mario Seidenberg und Toni Müller ein gut funktionierendes Trainer-Trio bildet. „Ohne Mario und Toni könnte ich mich im Spiel nicht auf meine Rolle auf dem Feld konzentrieren“, erklärt der 45-Jährige, der bereits acht Punktspieltreffer erzielen konnte. Diese sind das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung. „Ohne die Vorlagen meiner Mitspieler könnte ich keine Tore erzielen.“

Die erste Überraschung lieferten die Schwalben gleich am ersten Spieltag ab. Durch Treffer von Martin Schmidt und Isik wurde Titelmitanwärter Heide Jävenitz mit 2:1 bezwungen. Danach folgte eine 0:1-Niederlage in Diesdorf und die Bestätigung der Auswärtsschwäche, mit der die Schwalben seit mehreren Jahren zu kämpfen haben. Von dieser Schwäche war anschließend in Mechau (4:0) und in Mieste (2:2) aber nichts zu sehen. Bei Titelanwärter Mieste war sogar ein Sieg möglich, doch die Eichen glichen in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch aus. „Das war ärgerlich, dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, meinte der Spielertrainer, die mit seiner Elf zu diesem Zeitpunkt regelrecht auf einer Erfolgswelle schwamm. Denn eine Woche zuvor hatten die Schwalben schließlich auch die höherklassigen Potzehner im Kreispokal besiegt, wobei Mario Seidenberg den entscheidenden Elfmeter zum Weiterkommen verwandelte. „Da haben wir stark gespielt. Einziges Manko war, dass wir nicht bereits in der regulären Spielzeit die Begegnung für uns entschieden haben.“

Der Höhenflug der Schwalben wurde ausgerechnet vom VfB Klötze im Nachbarschaftsduell gestoppt. „Da hatten wir einen schlechten Tag“, erinnert sich Senol Isik, der ständig von zwei, drei Gegenspielern umringt war und somit nicht seine Torjägerqualitäten ausspielen konnte. Die Schwiesauer unterlagen am Ende mit 1:3 und fielen damit auch aus der Spitzengruppe heraus. Für Senol Isik ist diese Niederlage aber kein Beinbruch, sind doch die Ziele der Schwalben auch in Erinnerung an die Abstiegskämpfe der jüngeren Vergangenheit weiterhin bescheiden. „Wir wollen im einstelligen Bereich bleiben“, blickt Isik voraus und hofft, dass seine Mannschaft auch weiterhin ein unangenehmer Gegner sein kann und noch für so manche Überraschung sorgen wird. Und natürlich hofft auch der Spielertrainer auf ein baldiges Ende des Lockdowns, um wieder mit seinen Jungs im Training und im Spiel auf dem Platz stehen zu können.

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