SC Magdeburg will erstmal gegen Melsungen gewinnen – und dann die Löwen schlagen

Die einfache Rechnung

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Rückraum-Shooter Michael Damgaard will mit dem SCM in den nächsten Tagen zwei Spiele gewinnen.

bp Magdeburg. Mathematik ist manchmal ziemlich einfach. Zwei plus zwei macht vier. „Wir brauchen die vier Punkte. Wer Platz vier oder fünf erreichen will, darf zuhause nichts liegen lassen“, sagt Michael Damgaard.

Der Rückraum-Shooter des SC Magdeburg rechnet vor, dass seine Mannschaft nicht nur heute Abend um 20. 15 Uhr in der Handball-Bundesliga gegen den MT Melsungen gewinnen müsste, sondern auch am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Zwei Heimspiele, zwei Siege. Ganz einfach. So einfach wird es freilich nicht werden. Zunächst müssen sich die Magdeburger auf die Hessen fokussieren. „Erst einmal ist nur Melsungen wichtig“, unterstreicht Damgaard. „Haben wir das gewonnen, dann können wir uns den Bonus gegen die Löwen holen“, fügt der Däne hinzu.

Die Bilanz gegen Melsungen spricht auch für einen Sieg des SCM. Von 22 Spielen gewann Magdeburg 14, bei den elf Duellen in der heimischen GETEC-Arena ging der Gastgeber acht Mal als Sieger von der Platte. In der Vorsaison trennten sich die Kontrahenten von heute Abend Unentschieden (28:28). Das wäre nach Damgaards Rechnung zu wenig.

Für den Gegner wäre es „phänomenal“, überhaupt etwas in Magdeburg zu holen. So drückt es zumindest MT-Geschäftsführer Axel Geerken aus. Das klingt respektvoll. Die Hessen vermitteln dennoch Selbstvertrauen nach dem jüngsten Erfolg gegen den Bergischen HC (32:28). „So wie sich die Mannschaft zuletzt präsentiert hat, können wir am Mittwoch zuversichtlich nach Magdeburg fahren“, erklärt Geerken. Dann trifft SCM-Abwehrchef Finn Lemke übrigens auf seinen neuen Arbeitgeber. „Ich bin sehr motiviert. Mit Melsungen und den Löwen stehen zwei Heimspiele in der Weihnachtszeit vor uns. Wir wollen alle ein schönes Fest haben. Dazu gehören zwei Siege“, stimmt Lemke in Damgaards Mathematik mit ein.

Nach dem Torfestival von Coburg dürfte auch der SCM mit dem nötigen Selbstbewusstsein für das Duell mit den Melsungern ausgestattet sein. „Wir haben ein Heimspiel, eine volle Halle. Wir freuen uns alle darauf. Wir wollen da weitermachen, wo wir am Samstagabend in Coburg aufgehört haben“, so SCM-Trainer Bennet Wiegert. Beim 42:27 gab es viel zu rechnen, aber auch dafür nur zwei Punkte. „Die Punkte wollen wir in Magdeburg behalten“, macht Wiegert vor Melsungen klar. Damgaards Rechnung könnte aufgehen.

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