Finalsieg gegen Medizin Uchtspringe hängt am seidenen Faden – 3:1

Einfach packend: Lok muss bis kurz vor Schluss zittern

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Es war ein packendes Endspiel: Manuel Stoppa (von links) unterlag mit Turnierneuling Medizin Uchtspringe am Sonnabend Vincent Kühn und dem 1. FC Lok Stendal mit 1:3. Christoph Scheel schaut dem Zweikampf der beiden zu.

Beetzendorf. Der Favorit wackelte in den letzten beiden Spielen gewaltig, zog in den entscheidenden Momenten aber das Tempo an und rauschte somit zum neunten Titelgewinn. Völlig verdient hat Verbandsligist 1. FC Lok Stendal am Sonnabend das XXII.

Altmark Masters im Hallenfußball gewonnen. Darin waren sich fast alle in der mit 722 Zuschauern wieder voll besetzten Beetzendorfer Sporthalle einig.

Maik Aumann, mit acht Treffern Torschützenkönig des Turniers, sah das genauso. Verwundert hat ihn der starke Auftritt seiner Mannschaft allerdings nicht: „Wir sind der einzige Verbandsligist, deshalb sollte es auch so sein, dass wir den besten Fußball spielen“, sagte Aumann kurz nach dem gewonnenen Finale gegen stark aufspielende Uchtspringer, die zuvor mit viel Glück die Vorrunde überstanden hatten.

Der 3:1-Erfolg der Stendaler ging in Ordnung, allerdings musste sich der Top-Favorit richtig strecken. Marcel Brinkmann brachte mit seinem siebten Turniertor den Underdog aus Uchtspringe in Führung, danach setzte der 1. FC Lok aber wieder auf seine gewohnten Stärken: Volle Ballkontrolle und schnelle Kombinationen.

Einen Schuss des fliegenden Torwarts Sven Körner fälschte Juninho mit der Fußspitze leicht ab – 1:1. Im Gegenzug gelang Mathias Lenz fast das 2:1. Aber eben nur fast. Danach ging es Schlag auf Schlag, die Zuschauer bekamen ein richtig packendes Finale geboten. Franz Erdmann bereitete von der linken Seite das 2:1 durch Aumann vor. Uchtspringe setzte in der Folge alles auf eine Karte – und hätte fast Erfolg gehabt. 20 Sekunden vor Schluss fackelte Medizins Thomas Roggenthin einen Schuss in Richtung Lok-Gehäuse ab. Keeper Konrad Javell lenkte das Leder mit seinen Fingerspitzen ans Lattenkreuz, im Gegenzug schob Steven Schubert zum 3:1 für den 1. FC Lok ins leere Tor ein.

Die Medizin-Kicker trauerten ihrer vergebenen Chance nur kurz hinterher. Roggenthin, der kurz vor Schluss kein Glück hatte, nahm die Finalniederlage gelassen: „Ein Endspiel zu verlieren ist immer schade, aber es war ein schönes Turnier bei dem wir für die ein oder andere Überraschung gut waren.“ Auch sein Trainer Jörn Schulz grämte sich nicht. Für ihn war sein ehemaliger Verein 1. FC Lok Stendal der verdiente Masters-Sieger. „Stendal hat den besten und schönsten Fußball gespielt“, fand er und fügte an: „Für uns war es schon das Größte, das Finale zu erreichen.“

Von Christian Buchholz

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