Handball – EHF-Cup: SC Magdeburg muss gegen Nexe als Team agieren

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Am Mittwoch gegen Hannover klappte gar nichts. Auch die Auszeiten verhalfen nicht zu einem besseren Spiel. Im EHF-Cup müssen Bennet Wiegert (Mitte) und seine Sieben direkt wach sein.

Magdeburg. Mund abwischen, weitermachen! Leichter gesagt als getan. Die Handballer des SC Magdeburg stehen vor dem Europapokalspiel morgen ab 17 Uhr gegen RF Nexe Nasice vor einem Scherbenhaufen.

In der Liga kam die Sieben von Bennet Wiegert am Mittwochabend gegen den TSV Hannover-Burgdorf höllisch unter die Räder. Am Ende einer so leicht nicht zu vergessenen Schmach unterlagen die Landeshauptstädter historisch mit 22:37 (8:17). Noch nie verlor der SCM in eigener Halle so hoch. 

„Mit 15 Toren zuhause verloren, so wollte keiner von uns in den Geschichtsbüchern des SCM stehen“, sagte Robert Weber im Nachgang der Partie. „Es tut mir für die vielen Leute leid, die einen schönen Mittwochabend haben wollten. Es war einfach nur peinlich. Wir haben nicht als Mannschaft zusammengespielt. Alle waren heiß, aber als wir gleich 0:3 hinten lagen, wollte jeder allein die Kohlen aus dem Feuer holen“, so Weber weiter.

Viel Zeit die Niederlage zu verkraften, bleibt dem Rechtsaußen und seinen Mannschaftskollegen derzeit aber nicht. Der Spielplan sieht bereits morgen die Drittrundenpartie gegen Nexe Nasice vor. Aber auch die Kroaten befinden sich derzeit in allem anderen als einen positiven Lauf. In der Liga stehen sie nach acht Spielen auf dem achten Rang und unterlagen zuletzt den kroatischen Größen Veszprem und Vardar Skopje jeweils deutlich.

In beiden Lagern herrscht eine gewisse Unruhe. Beim SCM hält man trotz des herben Rückschlags am Trainergespann fest. Einige Fans äußerten nach der Pleite gegen Hannover in den sozialen Netzwerken ihren Unmut. Neben der Entlassung von Wiegert und Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt, dessen Kontrakt erst im Frühjahr verlängert wurde, forderten einige aufgebrachte SCM-Anhänger auch ihr Geld für die Partie zurück.

Es wird sich zeigen, wie die Magdeburger Handballer mit der Klatsche von Mittwoch umzugehen wissen und ob sie gegen ebenfalls verunsicherte Gäste eine Trotzreaktion auf das Parkett der GETEC-Arena bringen können.

Von Falk-Stéphane Dezort

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