Fußball – Oberliga: Lok-Trainer Sven Körner lebt die Überzeugung für den Klassenerhalt vor

Eine Woche ohne Zweifel

+
Johannes Mahrhold (r.) und der 1. FC Lok Stendal können die Relegation nur mit einem Heimsieg am Sonntag abwenden.

tha Stendal. Es war eigentlich ein Wochenende wie gemalt für den 1. FC Lok Stendal und seine Situation im Abstiegskampf. Energie Cottbus hatte den Aufstieg in die 3. Liga perfekt gemacht, womit der direkte Abstieg in die Verbandsliga für Lok definitiv vom Tisch war.

Gleichzeitig verlor die Konkurrenz im Oberliga-Keller unisono und ermöglichte den Stendalern so die Chance auf den Befreiungsschlag. Sogar der sichere Klassenerhalt wäre bei einem Erfolg gegen Carl Zeiss Jena II perfekt gewesen, doch es sollte nicht sein. Eine – nach etlichen englischen Wochen – sichtbar müde Lok-Elf hatte nur wenig zuzusetzen und ging mit einer 2:4-Pleite vom Platz.

„Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die total spritzig war, während wir auf dem Zahnfleisch krauchen“, ordnete Trainer Sven Körner ein, „dass man nach diesen Belastungen auch irgendwann mal kein Ergebnis macht, ist ganz normal.“ So weit, so richtig, doch der Ärger über die verpasste Rettung saß dennoch tief. „Die Stimmung ist schwierig. Einige waren nach den Ergebnissen der anderen schon niedergeschlagen“, berichtet Körner.

Die Ausgangslage des 1. FC Lok vor dem Saisonfinale am Sonntag ist aber weiterhin nicht schlecht. Stendal hat ein Heimspiel und nach wie vor alles selbst in der Hand. Ein Sieg im „Hölzchen“ und das Saisonziel Klassenerhalt wäre definitiv erreicht, da sich Union Sandersdorf und Wismut Gera im direkten Duell definitiv gegenseitig Punkte abnehmen werden. Das größte Problem für die Körner-Elf ist allerdings der Gegner. Mit Bischofswerda reist der überlegene Meister an, der sich nach der Partie verdientermaßen in Richtung Regionalliga verabschieden wird. „Ich gehe mit hoher Motivation und dem Glauben daran, es schaffen zu können, in diese Woche. Wer nicht daran glaubt, hat bei uns nichts verloren“, erlaubt Stendals Trainer keine Zweifel. Noch eine Woche soll seine Mannschaft alles aus sich herausholen, „andere Dinge hintenanstellen“ und „voll fokussiert“ arbeiten.

Gelingt dies nicht, müssten die Eisenbahner in einer Relegation gegen den Malchower SV, den Torgelower FC oder den Charlottenburger FC bestehen. Gespielt würde dann am 6. (H) und 10. (A) Juni.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare