Ex-Fußball-Profi Maik Franz über die Vorbereitung, seine Arbeit beim 1. FC Magdeburg und Tipps an die Spieler

„Eine gewisse Erfahrung habe ich auch“

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Maik Franz (links) und Trainer Jens Härtel sprechen gemeinsam über die Mannschaft. Der Ex-Profi hat viel Erfahrung gesammelt.

Langlingen. Maik Franz hat sich schon durch viele Vorbereitungen auf eine Fußball-Saison gequält. Heute darf der Ex-Profi zuschauen – muss aber genau hinsehen. Franz (34) ist als Assistent der Geschäftsführung mittendrin im Geschehen beim Fußball-Drittligisten 1.

FC Magdeburg. Im AZ-Interview mit Sportredakteur Benjamin Post spricht Franz, früher als eisenharter Verteidiger „Iron Maik“ genannt, über die Vorbereitung beim FCM, seine Aufgabe im Verein und Tipps für die Spieler.

Trainieren müssen Sie nicht mehr. Was haben Sie im jüngsten Trainingslager in Wesendorf gemacht?

„Einfach auch mal einen Einblick bekommen, vor Ort sein. Ich war als Offizieller mit dabei, wenn es Sachen zum Organisieren gab, dann habe ich das auch mit in die Hand genommen.“

Wie bewerten Sie die bisherige Vorbereitung?

„Die Vorbereitung war sehr intensiv bis jetzt. Wie haben eine Woche Trainingslager hinter uns, da hatten wir perfekte Bedingungen. Die Mannschaft hat super mitgezogen. Alle sind voll im Plan. Ärgerlich ist, dass wir zwei bis drei angeschlagene Spieler hatten. Das ist ein bisschen schade. Aber wir haben einen großen Kader und in alle Spieler vollstes Vertrauen. Es ist eine gute Stimmung in der Mannschaft. Wir sind guter Dinge.“

Vorbereitung ist das eine, die Saison das andere.

„Wir freuen uns, wenn die Saison los geht, wenn man abrechnen kann und sagen kann: So und So. Die ganzen Vorbereitungsspiele sind schön und gut, auch für die Jungs, dass sie nicht nur trainieren müssen. Aber man hat nicht wirklich eine Aussagekraft. Ob du ein Spiel 2:1 gewinnst oder 1:2 verlierst, ist letzten Endes nebensächlich. Wichtig ist, dass sich die Jungs bewegen, dass sie die Aufgaben, die sie vom Trainer bekommen, umsetzen. Das machen sie sehr gut bis jetzt. Die Vorbereitungsphase, diese ganzen Testspiele: Nicht überbewerten!“

Ansonsten sind Sie für das Scouting zuständig.

„Ja, ich baue den Scoutingbereich auf. Der organisatorische Aufgabenbereich wird erweitert. Die Einzelheiten kommen in den nächsten Wochen. Es müssen noch zwei, drei Gespräche stattfinden.“

Bei Transfers sollen Sie auch mitmischen. Wie viel Prozent beträgt ihr Anteil?

„Das machen alle zusammen! In Prozenten ist das schwierig. Wer wieviel Prozent hat, kann man so genau gar nicht sagen. Wir sind ja ein großes Team, das Trainerteam, Sportchef Mario Kallnik und ich. Jeder hat einen gewissen Anteil. Das läuft schon in gemeinsamer Abstimmung.“

Wie gehen Sie als Trio vor?

„Es ist ein längerer Prozess. Man beobachtet den Spieler, holt sich Informationen ein, bespricht das auch gemeinsam. Der Trainer gibt vor: Da und da ist Bedarf und in der Gemeinschaft wird das dann angegangen.“

Der FCM hat viele junge Spieler geholt. Fünf der sieben Neuzugänge sind unter 23.

„Das ist zum einen der Weg. Es gibt ja auch diese U23-Regel, die man im Kopf haben muss, weil man ja vier Spieler unter 23 auf dem Spielberichtsbogen haben muss. Von daher brauchst du natürlich auch gute junge Spieler, dass es auch keinen Leistungsabfall gibt. Da haben wir jetzt gute Jungs dazu bekommen. Deswegen sind wir guter Dinge.“

Sie waren bekannt als eisenharter Verteidiger. Geben Sie den jungen Abwehrspielern, wie Moritz Sprenger, Tipps?

„Wir sprechen schon ab und zu. Aber hauptsächlich macht das der Trainer. Grundsätzlich, wenn man mal zusammen sitzt beim Essen oder neben dem Trainingsplatz, spricht man auch. Man kann schon das ein oder andere mal mitgeben. Eine gewisse Erfahrung habe ich ja auch.“

Von Benjamin Post

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