Fußball – Landesliga: TuS Bismark gibt 2:0-Führung aus der Hand / 2:2 gegen den MSV Börde

Eine gefühlte Niederlage

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Robin Kroschel (rechts) und der TuS Bismark hatten den ersten Saisonsieg schon fast in der Tasche, mussten aber am Ende mit einem 2:2-Remis zufrieden sein. 

Bismark. Nach dem Schlusspfiff sanken die Bismarker Spieler enttäuscht zu Boden und schlichen später mit hängenden Köpfen vom Platz.

Auch nach dem vierten Spieltag wartet der TuS Bismark in der Fußball-Landesliga auf den ersten Sieg und bleibt aktuell mit lediglich zwei Zählern auf dem Konto Tabellenletzter. Allerdings waren die Ostaltmärker am Sonnabend auf dem besten Wege, den ersten Dreier der noch jungen Saison einzufahren. Auf eigenem Platz trafen die TuS-Kicker auf den Magdeburger SV Börde und mussten sich am Ende jedoch mit einem 2:2 (1:0)-Remis zufriedengeben.

„Wir haben heute vieles richtig gemacht, wobei ich den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen kann. Für uns fühlt sich dieses Unentschieden ganz klar wie eine Niederlage an“, machte TuS-Trainer Dirk Grempler sichtlich enttäuscht deutlich. Seine Mannschaft bestimmte nämlich nahezu die kompletten 90 Minuten das Geschehen auf dem Platz, wobei in der Schlussphase zwei kleine Fehler den möglichen Heimerfolg, der zudem absolut verdient gewesen wäre, verhinderten. Doch Fußball ist und bleibt nun mal auch ein Ergebnissport. Ob gerecht oder nicht – die Magdeburger nahmen einen Zähler mit auf die Heimreise und können damit mehr als zufrieden sein.

Dass im Bismarker Waldstadion an diesem Tag der Tabellenletzte gegen den aktuellen Rangzweiten spielt, war zu keinem Zeitpunkt zu erkennen. Die Gäste aus der Landeshauptstadt überließen den Platzherren von Beginn an die Initiative und zogen sich tief in die eigene Hälfte zurück. Die Bismarker nahmen die Rolle des Spielgestalters an und investierten viel. Die Belohnung sollte dann auch nicht lange auf sich warten lassen. Christoph Grabau wurde gut freigespielt, überwand den herauseilenden Gäste-Keeper mit einem Heber und besorgte die 1:0-Führung der Platzherren (23.). Nur kurze Zeit später war für den Torschützen dann allerdings auch schon Feierabend, denn Grabau zog sich ohne Fremdeinwirkung eine Sprunggelenksverletzung zu und musste vom Feld. Nur wenige Minuten später die nächste Schrecksekunde für die Platzherren. Nach einem Kopfballduell blieb Außenverteidiger Martin Köhn regungslos liegen. Der Bismarker war jedoch schnell wieder bei Bewusstsein und konnte die erste Halbzeit anschließend auch zu Ende spielen, um dann aber in der Kabine zu bleiben. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn die Gesundheit meiner Spieler geht vor“, unterstrich Grempler.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Die Bismarker blieben klar tonangebend und als Felix Jubert nach einer Ecke zum 2:0 einköpfte (72.), schien der erste Sieg greifbar zu sein. Zumal die Bismarker noch weitere gute Gelegenheiten besaßen. Doch praktisch aus dem Nichts fiel der Anschluss, denn Christian Behr setzte einen Freistoß direkt in die Maschen (83.). Und es sollte für die Platzherren noch schlimmer kommen, denn nur eine Minute später fingen sich die TuS-Kicker nach einem Konter sogar den Ausgleich ein und verstanden die (Fußball-)Welt nicht mehr. Es blieb schließlich beim 2:2-Unentschieden.

„Das 2:2 darf so natürlich nie fallen. Aber selbst kleine Fehler werden einfach gnadenlos bestraft“, fasste Dirk Grempler abschließend zusammen.

• Tore: 1:0 Christoph Grabau (23.), 2:0 Felix Jubert (72.), 2:1 Christian Behr (83.), 2:2 Marcus Mähnert (84.).

• Zuschauer: 30.

Von Tobias Weber

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