Trainerstimmen zur Hinserie: Personallage ist für die meisten Vereine schwieriger geworden

„Es ist eine Drei-Klassen-Gesellschaft“

tha Altmark. Dass die Altmark unter dem viel zitierten demografischen Wandel leidet, ist kein Geheimnis. Dass davon alle Schichten der Gesellschaft betroffen sind, wird auch im Fußball immer deutlicher.

Die Abwanderung der jungen Leute lässt nicht nur die Vereine richtig leiden, sondern auch das Niveau der Fußballligen immer weiter sinken. „Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, spricht es nicht für die Qualität einer Liga, wenn es jede Woche 7:0-Resultate gibt“, sagte beispielsweise der Uetzer Stürmer Christian Lust in einem Interview auf der vereinseigenen Homepage (www. elbe-uetz. de). Über dieses schwierige Thema und über die persönlichen Einschätzungen der Hinrunde sprach die Altmark-Zeitung mit einigen Kreisoberliga-Trainern.

Gerd Marx (FSV Havelberg): „Wir sind bis jetzt zufrieden mit unserer Leistung, haben aber noch nichts erreicht. Die Rückrunde wird entscheidend. Ich sehe nicht, dass das Niveau der Liga schlechter geworden ist. Uchtspringe und Havelwinkel sind zwar weg, aber dafür ist zum Beispiel Krüden/Groß Garz dazu gekommen, die ihre Sache sehr gut machen. Abgeschlagene, schwache Mannschaften hat es immer schon gegeben“

Carsten Horn (SV Grieben): „Unsere Platzierung ist zufriedenstellend, die Art und Weise wie wir spielen aber nicht. Wir müssen effektiver vor dem Tor werden und zu unserer Heimstärke zurückfinden. Hinten machen wir zu leichte Fehler. Ansonsten ist es nach wie vor so, dass fast jeder jeden schlagen kann und man in der Kreisoberliga nur besteht, wenn man den Kampf annimmt. Ein Platz unter den ersten Fünf ist unser Ziel. Am liebsten möchten wir den vierten Rang aus der Vorsaison wiederholen.“

Uwe Müller (BSC/Lok Stendal II): „In der Liga klafft eine große Lücke zwischen oben und unten. Es ist inzwischen eine Drei-Klassen-Gesellschaft mit zwei Top-Teams, dem Mittelfeld und den Abstiegskandidaten. Fast jede Mannschaft hat irgendwie zu kämpfen, jede Woche genügend Spieler zusammen zu bekommen. Ich habe Hochachtung vor allen Beteiligten, die das jeden Spieltag mitmachen müssen. Wir selbst haben uns sportlich etwas mehr versprochen, uns fehlt aber die Konstanz. Die Zusammenarbeit mit Thomas Schulze und dem 1. FC Lok Stendal funktioniert einwandfrei.“

Stefan Kertz (Germania Klietz): „Mit dem Kader, den wir zur Verfügung haben, ist unser Tabellenplatz zufriedenstellend. Natürlich hätten es ein paar Punkte mehr sein können, wenn ich an das 4:4 in Uetz denke, wo wir nicht gewinnen, obwohl wir auswärts viermal treffen. Aber im Großen und Ganzen ist das so in Ordnung. Bis auf Havelberg und Dobberkau ist das Niveau der Liga ausgeglichen. Eine positive Überraschung ist für mich ganz klar der SV Krüden/Groß Garz als Aufsteiger. Vom BSC/Lok Stendal II hätte ich mir eigentlich mehr erwartet.“

Volker Klose (SV Krüden/Groß Garz): „Rückblickend haben wir natürlich eine erfolgreiche Hinserie gespielt. Unser Erfolgsrezept ist die gute Kameradschaft und die enge mannschaftliche Geschlossenheit, mit der wir es ausgleichen, dass wir nicht die Einzelkönner haben wie andere Mannschaften. Vielleicht werden wir als Neuling aber auch noch nicht richtig ernst genommen. Das beste Spiel von uns war auf jeden Fall das 2:2-Unentschieden gegen Havelberg. In der Rückserie wollen wir unsere Leistungen bestätigen. Gegenüber der Kreisliga ist das Niveau unserer Gegner jetzt deutlich höher. Bis auf die beiden Spitzenteams Havelberg und Dobberkau ist aber alles auf Augenhöhe.“

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