Fußball – FCM-Akteur Michel Niemeyer zu Gast bei seinem Heimatverein

„Ein Titel für die besten Fans“

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Michel Niemeyer war zusammen mit seiner Freundin Christina auf der Salzwedeler „Flora“ zu Gast. 

Salzwedel. In der Fußball-Landesklasse bezwang am Wochenende der SV Eintracht Salzwedel auf der heimischen „Flora“ den FSV Havelberg mit 4:3.

Unter den Zuschauern weilte auch FCM-Spieler Michel Niemeyer, der mit Freundin Christina und seinen Eltern die Partie seines Heimatvereins besuchte.

Der 22-Jährige durfte an alter Wirkungsstätte viele Hände schütteln und gewährte den Kindern gerne Fotowünsche. Und die Altmark-Zeitung nutzte die Gelegenheit, um mit Michel Niemeyer die Saison 2017/18, die dem 1. FC Magdeburg den ersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga brachte, noch einmal Revue passieren zu lassen.

„Ich freue mich, dass wir es geschafft haben. Vor einem Jahr haben wir den Aufstieg verpasst, weil wir zu viele Punkte, zumeist durch späte Gegentore, liegen gelassen haben. In dieser Saison haben wir nun unser Ding gemacht, auch weil wir in den entscheidenden Spielen unsere Chancen reingemacht und in der Abwehr gut gestanden haben. Wir sind verdient aufgestiegen“, blickt der Salzwedeler auf eine Saison zurück, in der nicht alles glatt gelaufen ist. „Wir sind nach der Winterpause schlecht gestartet. In Erfurt und Würzburg haben wir verloren, gegen Meppen haben wir nur remis gespielt“, erinnert sich der Mittelfeldspieler. Doch danach ging es wieder aufwärts, die beiden 3:1-Siege gegen Münster und Bremen II gaben der Härtel-Elf wieder Zuversicht. Dann folgte das Spiel bei Hansa Rostock, an das sich Michel Niemeyer nicht nur aufgrund der 0:1-Niederlage ungern erinnert. In diesem Spiel zog sich der Altmärker einen schweren Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu und war somit für den weiteren Verlauf der Saison zum Zuschauen verurteilt.

„Das war für mich persönlich bitter, doch man lernt mit Verletzungen umzugehen“, so der Linksfuß, der sich in der Reha reinkniete und bei den Spielen mit seinen Teamkollegen am Spielfeldrand mitfieberte. Der 1. FCM fand zur Stärke der Hinrunde zurück und legte eine nicht mehr endende Erfolgsserie hin. Insbesondere in den beiden Begegnungen gegen die Aufstiegsmitkonkurrenten Karlsruher SC (2:0) und Wehen Wiesbaden (2:1) demonstrierten die Magdeburger Siegeswillen. „Das waren zwei Sechs-Punkte-Spiele und dann haben wir gleich den ersten Matchball genutzt.“ Ein Jubelfoto mit Julius Düker und Michel Niemeyer ging nach der Partie gegen Fortuna Köln durch die Presse und verschiedene Fußball-Portale.

Mit dem Aufstieg gab sich der 1. FCM aber nicht zufrieden. „Wir wollten dann auch den Titel holen, für uns, aber vor allem für unsere Fans.“ Für Michel Niemeyer haben die Fans riesigen Anteil am Aufstieg. „Sie haben uns, ob daheim oder auswärts immer gepusht. Ohne die Fans hätten wir nicht da oben gestanden. Unsere Fans sind einzigartig, sie sind die besten Deutschlands, es gibt keine Besseren.“

Über 6000 Fans machten sich am letzten Spieltag auf den Weg nach Lotte, um ihren 1. FCM zu unterstützen. Die Sportfreunde waren hervorragende Gastgeber, sogar das FCM-Lied wurde gespielt, doch auf dem Spielfeld schenkten sie den Magdeburgern nichts. Erst in der 89. Minute erlöste Nils Butzen mit dem 1:0-Siegtreffer den blau-weißen Anhang. Wenig später stemmten Kapitän Marius Sowislo und auch Michel Niemeyer den Meisterpokal in die Höhe.

„Das war das I-Tüpfelchen. Wir wären enttäuscht gewesen, wenn es nicht mit dem Titel geklappt hätte“, berichtet der Salzwedeler, der sich nun auf den Urlaub mit seiner Freundin in Griechenland freut, um danach mit neuen Kräften die Vorbereitung auf die 2. Bundesliga zu beginnen. „Wir wollen uns dort gut verkaufen und den Klassenerhalt schaffen. Wir spielen gegen den Hamburger SV, gegen den 1. FC Köln, Dynamo Dresden und Union Berlin.“ Michel Niemeyer ist die Vorfreude auf die neue Saison bereits anzumerken. Und da ist es ihm auch egal, dass die anderen Mannschaften aufgrund höherer Fernsehgelder einen Wettbewerbsvorteil besitzen. „Das haben sich die anderen Teams ein Stück weit auch verdient. Wir müssen uns das erst erarbeiten.“

Und so verließ Michel Niemeyer den „Flora-Sportplatz“, wo er einst mit dem Fußballspielen begonnen hat, mit vielen Wünschen für eine erfolgreiche Saison in der 2. Liga. Die Fußballfans aus der Altmark und insbesondere die Mitglieder des SV Eintracht Salzwedel werden „ihrem“ Michel vor dem Fernseher, im Magdeburger Stadion und auch bei den Auswärtsspielen auf jeden Fall kräftig die Daumen drücken.

Von Renee Sensenschmidt

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