FUSSBALL – Möringen-Coach Dieckmann nach starkem Auftakt zufrieden

„Ein schönes Momentum“

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Aktuell im Soll: Trainer Philipp Dieckmann (Mitte) und der Fußball-Landesligist Möringer SV um Scott Ziesmann (rechts).

Möringen – Der Möringer SV ist neu in der Fußball-Landesliga. Ein Aufsteiger macht sich in erster Linie Sorgen darum, wie er in der neuen Liga ankommt. Diese Sorgen hat die Mannschaft von Trainer Philipp Dieckmann auch.

Primär galt es, die defensiven Schwächen aus der Vorsaison abzustellen.

Siehe da: Nach drei Spielen kann der MSV auf einen guten Auftakt zurückblicken. Dass es so nicht dauerhaft von selbst läuft, kalkuliert der Trainer ein. Bis dahin genießt Möringen das Momentum. Mit der Altmark Zeitung sprach Philipp Dieckmann nach dem 1:1-Remis gegen Ilsenburg über

... das jüngste 1:1 gegen Grün-Weiß Ilsenburg:

„Wir hatten schon vorher glasklare Chancen. Die haben wir nicht genutzt, haben uns dann mit dem Führungstreffer für einen sehr, sehr hohen Aufwand belohnt. Und dann haben wir zu schnell das Gegentor bekommen. Vor allem zu einfach diesen Freistoß geschenkt für Ilsenburg. Das haben sie dann clever ausgespielt. Für uns natürlich sehr bitter. Und dann hatten wir sogar die Möglichkeit zum 2:1. Es war hier mehr drin. Ich kann meiner Mannschaft nur ein sehr großes Lob ausstellen. Aber wenn das Glück nicht auf deiner Seite ist, dann ist das so. Wir sind jetzt nach drei Spielen ungeschlagen, haben sieben Punkte geholt. Und sind absolut im Soll.“

... den letzten Gegner Ilsenburg:

„Im Endeffekt hat man gesehen: Ilsenburg ist keine Fahrkartenmannschaft. Die sind personell noch nicht so gut aufgestellt, weil viele nicht mit dabei gewesen sind. Das ist noch nicht die Top-Besetzung. Das sieht man an den ganzen Ergebnissen und dem Verlauf der letzten drei Wochen. Das ist jedes Mal eine andere Aufstellung. Wenn die erstmal alle spielberechtigt sind, dann wird es ein anderes Ilsenburg sein. Ich bleibe dabei: Das ist für mich einer der Staffelfavoriten.“

... die verbesserte Defensivarbeit:

„Was mich fasziniert ist, dass wir erst drei Gegentore bekommen haben. Wir sehen es auch, dass defensiv viel besser gegen den Ball gearbeitet wird. Wir fangen vorne schon an, gegen den Ball zu arbeiten, stehen ein bisschen kompakter und tiefer und machen das sehr gut. Die Stärken in der Offensive vernachlässigen wir nicht, sondern machen es jetzt defensiv halt besser, um nicht so viele Gegentore zu bekommen. Wir müssen daran denken, dass wir als Aufsteiger 51 Gegentore hatten. Das ist ungewöhnlich. Und diese 51 Tore können in der Landesliga sogar schon zu viel werden. Da müssen wir aufpassen.“

... die Umstellungen im Vergleich zur Landesklasse:

„Das ist das, was wir lernen müssen als Verein und vor allem die jungen Spieler. Wie man dagegenhält und sich im Spiel verhält, wenn mal versteckte Sachen mit dabei sind. Man muss ruhig bleiben, sich nicht auf irgendetwas einlassen. Einfach geduldig, sachlich und ruhig sein.“

... einkalkulierte Rückschläge:

„Es kann mal eine Niederlagen-Serie kommen von zwei, drei oder vier Spielen. Das ist einkalkuliert. Aber da heißt es, als Möringer SV zusammenzuhalten und noch eine Schippe draufzulegen.“

... die frechen und zielstrebigen Auftritte seiner Mannschaft:

„Das ist ein schönes Momentum. Wir haben einen positiven Lauf. Man hat gesehen, mit welchem Aufwand und Ehrgeiz die Mannschaft dabei ist und enttäuscht hier saß, weil sie nur einen Punkt in Anführungsstrichen gegen Ilsenburg geholt hat. Das ist erstaunlich. Und der Wille dieser Mannschaft. Die wollen unbedingt Gas geben und wollen gegen jede Mannschaft Punkte holen. Je besser der Gegner ist, desto besser spielt meine eigene Mannschaft.“

VON PATRICK NOWAK

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