Fußball, Landespokal-Achtelfinale

Salzwedel fordert 1. FC Lok Stendal: „Ein schönes Fußballfest“

Dennis Röhl und Philip Müller (r.) bejubeln das 4:2 gegen den Haldensleber SC. Gelingt den Salzwedelern im Landespokal auch gegen den 1. FC Lok Stendal eine Überraschung?
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Dennis Röhl und Philip Müller (r.) bejubeln das 4:2 gegen den Haldensleber SC. Gelingt den Salzwedelern im Landespokal auch gegen den 1. FC Lok Stendal eine Überraschung?
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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  • Renee Sensenschmidt
    Renee Sensenschmidt
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Altmark. „Wir freuen uns, dass wir nach so langer Zeit mal wieder ein Pflichtspiel gegen Stendal bestreiten dürften. Ich wünsche mir, dass im Umfeld alles fair zugeht, dann kann es ein schönes Fußballfest werden.“

Burghardt Schulze, Trainer des SV Eintracht Salzwedel, erwartet mit seinen Mannen morgen um 13 Uhr den 1. FC Lok Stendal zur Achtelfinal-Begegnung im Fußball-Landespokal auf dem heimischen Flora-Sportplatz.

Der Landesklassen-Vertreter ist gegen den zwei Spielklassen höher beheimateten Altmarkrivalen natürlich der klare Außenseiter. Diese Rolle scheint der Schulze-Elf jedoch zu liegen, schließlich mussten mit Landesligist TSG Calbe (6:0) und Verbandsligist Haldensleber SC (4:2) im laufenden Wettbewerb zwei höherklassige Kontrahenten auf der „Flora“ das Pokal-Aus hinnehmen. „Gegen Haldensleben haben wir 70 Minuten lang richtig gut gespielt, gegen Lok werden es mindestens 90 sein müssen“, sieht Schulze seine Mannschaft nicht chancenlos. „Wir wollen auf jeden fall eine vernünftige Leistung abrufen, dann kann man auch ehrenhaft verlieren.“

Burghardt Schulze muss sein Team gegenüber dem 3:0-Erfolg in der Vorwoche gegen Arneburg ein wenig umbauen. Mario Schulz fällt mit Muskelfaserriss aus, der Einsatz von Raik Zipperling (Bundeswehr) ist noch fraglich. Für Schulz könnte Gregor Roth auf die linke Seite der Viererkette rücken. Diese Rolle hat der Kapitän bereits in der zweiten Halbzeit gegen Haldensleben mit Erfolg ausgefüllt.

Den morgigen Gegner haben Schulze und zahlreiche Spieler am vergangenen Sonntag beim 2:1 der Stendaler gegen Haldensleben beobachtet. „Lok spielt einen guten Fußball und hat verdient gewonnen“, berichtet der Eintracht-Coach. Ob er bei Lok auch Schwächen gesehen hat?

Stendals Trainer Sven Körner sind die Erkenntnisse von Schulze und Co. egal. „Wenn wir uns nicht ablenken lassen, gewinnen wir das Spiel“, sendet er vor dem Derby eine klare Botschaft in Richtung des hochmotivierten Gegners. Die Pokal-Aufgabe in Salzwedel ist für die Stendaler primär eine Frage des Kopfes. Fußballerisch sollte der Verbandsligist auf jeder Position besser besetzt sein als die Eintracht, doch die hitzige Atmosphäre neben dem Platz bereitet Körner im Vorfeld ein wenig Kopfzerbrechen. „Wir dürfen uns in keiner Phase des Spiels auf irgendwas einlassen und müssen absolut ruhig, souverän und diszipliniert auftreten“, fordert der Trainer einen kühlen Kopf von seinen Spielern, aber auch von den eigenen Fans. „Sie dürfen alles machen, aber es muss fair bleiben“, mahnt der Lok-Coach an.

Da Körner bereits im Vorfeld durchblicken ließ, den kommenden Gegner sehr ernst zu nehmen, dürfte seine Startformation nicht großartig von der siegreichen Elf des vergangenen Wochenendes abweichen. Auch Mittelfeld-Regisseur Moritz Instenberg wird bis zum Salzwedel-Spiel nicht in den Kader zurückkehren. Der Spielmacher plagt sich mit einem Bluterguss im Knie herum.

Der Ausfall Instenbergs sollte jedoch nicht entscheidend für den Ausgang des Achtelfinals sein. „Wir brauchen ein sauberes Passspiel, Tempo und ein aggressives Auftreten“, verrät Körner die drei Tugenden, mit denen Lok das Viertelfinale buchen möchte.

Von Tobias Haack und Renee Sensenschmidt

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