Fußball – 2. Liga: Michel Niemeyer blickt auf die ersten Wochen unter Oenning zurück

„Ein richtiger Unterschied“

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Als Zögling Jens Härtels hatten Michel Niemeyer viele Experten einen schweren Stand unter Michael Oenning prognostiziert. Bislang stand der Altmärker aber in beiden Spielen auf dem Platz. 

Magdeburg. Zwei Spiele hat der 1. FC Magdeburg unter dem neuen Trainer Michael Oenning bestritten. In beiden stand Michel Niemeyer in der Startelf. Am Sonntag, beim 0:0 gegen den VfL Bochum, über die volle Distanz.

Durchaus ein Erfolg für den gebürtigen Salzwedeler, der an bislang 15 Zweitliga-Spieltagen auf elf Einsätze kommt, davon sechsmal durchgespielt hat. Der 23-Jährige zählt bislang auf jeden Fall zu den Gewinnern des Trainerwechsels.

„Es ist schon ein richtiger Unterschied“, sagt Michel Niemeyer. Auch wenn die Ausbeute aus zwei Partien gerade ein Pünktchen beträgt, so sieht auch der Linksaußen die ersten Früchte, die mit der Verpflichtung Oennings einhergegangen sind. Er brachte von Beginn an frischen Wind auf den Trainingsplatz. Und die angekündigte offensivere Aufstellung hat der Chefcoach schon in beiden Pflichtspielen umgesetzt. Niemeyer kommt die neue Ausrichtung entgegen. Auch wenn er seinen Förderer und langjährigen Trainer Jens Härtel immer sehr geschätzt hat, so sagt er über das andere Training: „Es macht Spaß.“ Oennings Fokus auf die spielerischen Akzente bringt auch den Altmärker voran. „Er legt großen Wert darauf, dass wir viele Pässe spielen, auch viele Flanken.“ Dinge, die unter Härtel zu kurz gekommen scheinen, so oft betonen die FCM-Spieler das immer und immer wiederkehrende Üben verschiedener Passformen. „Er legt auch Wert darauf, auf welchem Fuß wir unsere Mitspieler anspielen.“ Was nach Kleinigkeiten klingt, sorgt auf dem Rasen für mehr Spielfreude und eben auch mehr Pässe, die zwar längst nicht immer ihr Ziel finden, aber das Spiel des FCM attraktiver machen. Auch das Positionsspiel hat sich verändert. Oenning macht seine Ankündigungen wahr, lässt seine Schützlinge Fußball spielen. Das wurde vor allem im Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth (2:3) deutlich. In Ansätzen auch am Sonntag gegen den VfL Bochum.

„In Fürth hätten wir eigentlich gewinnen müssen“, blickt Niemeyer zurück, der am Ronhof ein super Spiel gemacht hatte. Vor allem seine Zweikampfquote – 71 Prozent gewonnene Duelle – war überragend. Im Heimspiel am Sonntag gegen den spielstarken VfL Bochum lag sie nur bei 23 Prozent. Das stimmt den ehrgeizigen Mittelfeldspieler natürlich nicht zufrieden. Insgesamt konstatierte er sich und seiner Mannschaft aber eine ordentliche Partie. „Wir müssen uns nur endlich einmal belohnen.“ Ein Satz, den der sympathische Fußballer in dieser Saison schon nach mehreren engen Begegnungen verlauten ließ. Den besseren Ausgang hatten diese Spiele aber meist nur für den Gegner. Weil der Club zwar immer mithalten konnte, aber der berühmte Knoten noch nicht geplatzt ist.

„Mit ein bisschen Glück hätten wir heute auch gewinnen können“, meinte Niemeyer nach dem torlosen Unentschieden gegen Bochum. Für ihn steht fest: „Letzte Woche haben wir verloren, diese unentschieden gespielt, nächsten Sonntag kommt der Sieg.“ Seinen Optimismus lässt sich der Westaltmärker nicht nehmen. Auch wenn mit Union Berlin der aktuelle Tabellendritte der 2. Liga zu Gast sein wird. Die Eisernen sind in dieser Saison noch ungeschlagen. Leichter wird es also nicht für Niemeyer und den abstiegsbedrohten Aufsteiger aus der Domstadt, zumal im eigenen Stadion noch kein Sieg gelang.

Von Sabine Lindenau

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