FUSSBALL – 3. LIGA 1. FCM bewahrt positive Bilanz gegen den HFC – 1:1

„Ein Punkt der Moral“

Klassenerhalt in Sichtweite? Unter dem neuen Trainer Thomas Hoßmang hat der 1. FC Magdeburg noch nicht verloren, holte beim Halleschen FC allerdings nur mit Glück einen Punkt.
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Klassenerhalt in Sichtweite? Unter dem neuen Trainer Thomas Hoßmang hat der 1. FC Magdeburg noch nicht verloren, holte beim Halleschen FC allerdings nur mit Glück einen Punkt.

Halle – Die Niederlage schien besiegelt. Die dritte Minute der Nachspielzeit lief, als der 1. FC Magdeburg am späten Dienstagabend noch einmal in den Strafraum des Halleschen FC vordringen konnte.

Ausgerechnet Nachwuchsspieler Julian Weigel, der sein Profidebüt gab, schob die Kugel zum 1:1-Endstand ins rechte Eck. Damit bewahrt der FCM seine positive Drittliga-Bilanz gegen den HFC. Und holt einen weiteren Zähler im Abstiegskampf.

„Fußball ist schon verrückt.“ Thomas Hoßmang wusste, wie viel Glück im Spiel war. Der Trainer des FCM musste mit ansehen, wie es seiner Mannschaft nicht gelang, die numerische Überzahl auch in Tore umzumünzen. Im Sachsen-Anhalt-Derby beim Erzrivalen waren die die Magdeburger ab der 45. Minute mit einem Mann mehr auf dem Rasen des Erdgas-Sportparkes. HFC-Kapitän Jan Washausen hatte die Ampelkarte gesehen und seine Elf somit dezimiert. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir die Überzahl annehmen müssen. Das hat nicht ausreichend geklappt“, fasste Hoßmang zusammen. Er war am Ende erleichtert, dass es noch zum Remis gereicht hat. „Das war ein Punkt der Moral, das war wichtig für uns und hat gezeigt, dass die Mannschaft noch lebt“, meinte er nach Abpfiff.

Dabei hatte seine Elf gar nicht schlecht begonnen. Während die Hallenser noch nicht wach wirkten, übernahmen die Gäste die Kontrolle, hatten mehr Ballbesitz und waren präsenter. Was fehlte, waren klare Chancen. „Da haben wir zu viel Respekt gehabt“, sagte HFC-Trainer Florian Schnorrenberg mit Blick auf die ersten 20 Minuten. Danach kam sein Team besser in die Partie. Auch, weil der FCM fortan zu tief stand. Beide Mannschaften schienen mehr auf Sicherheit in den eigenen Reihen bedacht, ließen eine Angriffslust vermissen. Das änderte sich in der zweiten Hälfte.

Zumindest bei der Schnorrenberg-Elf, die sich trotz Unterzahl nicht unterkriegen ließ. Zwei Chancen von Terence Boyd konnten die Magdeburger noch vereiteln. In der 78. Minute brachte Pascal Sohm aber einen sehenswerten Spielzug erfolgreich zu Ende. Einen Ballverlust der Magdeburger tief in der eigenen Hälfte nutzten die Hallenser mit schnellem Umschaltspiel zur Führung. Viel Zeit blieb nicht mehr. Als Hoßmang in der 83. Minute den U19-Spieler Julian Weigel brachte, wirkte das eher wie eine Notlösung. Doch ausgerechnet der Debütant war es, der den Blau-Weißen einen Punkt rettete. Und das in letzter Sekunde.

„Für uns fühlt es sich gerade wie eine Niederlage an“, war Schnorrenberg enttäuscht. Doch genau wie sein Magdeburger Pendant bleibt der Hallenser Coach ohne Niederlage. Am Ende könnte die Punkteteilung beiden Sachsen-Anhalt-Teams im Abstiegskampf helfen. Noch stehen allerdings fünf Spiele und damit 15 zu verteilende Punkte aus. Der FCM steht mit 41 Punkten auf Rang 13, Halle mit einem Zähler weniger auf Rang 15. Die Abstiegsränge sind allerdings nicht weit entfernt. Es bleibt weiterhin sehr eng.

Tore: 1:0 Pascal Sohm (78.), 1:1 Julian Weigel (90. +3).

1. FC Magdeburg: Behrens - Müller, Gjasula, Perthel (83. Roczen) - Laprevotte, Rother (83. Weigel) - Bertram, Preißinger (75. Osei Kwadwo), Bell Bell - Beck, Steininger (63. Kvesic).

Hallescher FC: Eisele - Hansch, Mai, Vollert, Landgraf - Washausen, Bahn - Sohm (90.+1 Drinkuth), Lindenhahn (83. Nietfeld), Guttau, Boyd (89. Fetsch).

Das Restprogramm

Sonnabend, 20. Juni, 14 Uhr:

FC Bayern München II (H)

Mittwoch, 24. Juni, 19 Uhr: SpVgg Unterhaching (A)

Sonntag, 28. Juni, 14 Uhr:

SG Sonnenhof Großaspach (H)

Mittwoch, 1. Juli, 19 Uhr: FC Ingolstadt (A)

Sonnabend, 4. Juli, 14 Uhr: Preußen Münster (H)

VON SABINE LINDENAU

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