Kreissportbund Stendal-Altmark zelebriert sein 25-jähriges Bestehen mit buntem Festakt

„Ein Hoch auf uns!“

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Durfte unter den vielen ausgezeichneten Sportfunktionären nicht fehlen: Siegfried Wille (links) wurde von Landrat Carsten Wulfänger geehrt.

Stendal. Als größte Personenvereinigung des Landkreises steht der Kreissportbund Stendal-Altmark (KSB) selten im Mittelpunkt. Er wirkt im Hintergrund und hilft den Fachverbänden und vor allem Vereinen bei der Finanzierung und Durchführung diverser Projekte.

Am Sonntag waren die Vorzeichen jedoch andere. Der KSB feierte auf den Tag genau seinen 25. Geburtstag und durfte eine große Schar Gratulanten im Festsaal des „Schwarzen Adlers“ in Stendal begrüßen. Für seine zum Großteil ehrenamtliche Arbeit in 25 Jahren hagelte es Lob und Anerkennung von allen Seiten.

Carola Schulz bedankte sich als aktuelle KSB-Präsidentin bei allen Gästen, die trotz der Hitze erschienen waren.

So habe sich der KSB in all den Jahren durch eine „stabile Führung mit hohem Sachverstand“ ausgezeichnet, meinte etwa Landrat Carsten Wulfänger in seiner Rede, in der er besonders die soziale Funktion des Sports und des KSB hervorhob. „Sie können auf eine großartige sportliche Entwicklung zurückblicken. Nichts, was sie tun, ist selbstverständlich“, lobte Dr. Beate Bettecken im Namen der Landesregierung. Sie vertrat den verhinderten Innenminister Sachsen-Anhalts, Holger Stahlknecht, beim KSB-Jubiläum. Vor allem die Ehrenamtlichkeit verlangte ihr großen Respekt ab, weshalb sie mit dem Zitat von Theodor Heuss abschloss: „Demokratie verträgt kein ohne mich. Sie lebt vom mit mir!“

Einen interessanten Abriss der Geschichte des KSB und vor allem von dessen anfänglichen Schwierigkeiten der Nachwendezeit und den Problemen nach der Kreisgebietsreform 1994 berichteten die ehemaligen Funktionäre Wolfgang Seibicke und Wilfried Hastedt in ihrer Festrede. „Unsere Präsidentin ist eine Frau, unsere Geschäftsführerin ist eine Frau.

Die Frauenquote hat der KSB Stendal längst übererfüllt“, schloss Hastedt seine Ansprache mit einem Seitenhieb in Richtung Politik ab und löste damit lautes Gelächter im Saal aus.

Für gute Stimmung sorgten zudem die Showacts des anderthalbstündigen Festakts. Die Tanzgruppe des TV Popcorn, der Chor der „Nordspatzen“ Stendal sowie die Band „Lysander“ boten ein buntes Unterhaltungsprogramm. Letztere brachten die Feiergemeinde sogar dazu, lautstark Andreas Bouranis WM-Hymne „Ein Hoch auf uns“ mitzusingen, ehe KSB-Präsidentin Carola Schulz zum Abschluss noch zahlreiche persönliche Ehrungen vornahm.

• Ehrungen erhielten: Lothar Kurth (Traktor Wust), Klaus Liebsch (Preußen Klietz), Rainer Bissinger (Kreveser SV), Jürgen Drechsler (SGi Werben), Peter Stolz (ESV Lok Stendal), Karl-Heinz Schwerin (SV Eichstedt, SGi Eichstedt), Hans-Jürgen Gerth (Schernikauer SV), Ingrid Kirsch (SV Fidelia Beelitz), Heinz Otto (RW Arneburg), Annemarie Kumpe (Frauenturnverein Badingen), Otto Strauer (SV Schorstedt), Wolfgang Hampel (RW Werben), Ute Hecker (Präv.- und Herzgruppe Osterburg), Michael Seemann (GW Staffelde, KFV Tischtennis), Manfred Heber (SV Grieben), Elfi Baumann (KSB und TV Popcorn), Siegfried Wille, Klaus Mohnhaupt, Wilfried Hastedt, Wolfgang Seibicke, Hans-Jürgen Meyer (alle KSB).

Von Tobias Haack

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