Fußball: Am 1. August geht es erstmals um den „Großen Altmark-Pokal“

„Ein attraktives Spiel“

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Das ist der neue altmärkische Henkelpott um den erstmals am 1. August in Bismark gespielt wird.

Bismark. „Ich habe die Herren hartnäckig bearbeitet“, sagt Katrin Kunert (MdB) mit einem verschmitzten lächeln auf den Lippen. Mit „die Herren“ meint sie vor allem die Verantwortlichen des KFV Fußball Altmark Ost um Präsident Werner Meinschien.

Der KFV veranstaltet nämlich seit vielen Jahren den Altmark-Pokal. Dabei war Kunert vor einigen Jahren zu Gast bei einem Endspiel in Uenglingen. Und sie wurde, vollkommen zu recht, stutzig. „Ich dachte mir: Altmark-Pokal-Finale? Und dann spielen hier zwei ostaltmärkische Mannschaften?“, erinnert sich Kunert zurück.

Genau genommen veranstaltet der KFV Altmark Ost nämlich den Kreispokal der östlichen Altmark. Der Name wurde also gewissermaßen zweckentfremdet. Katrin Kunert kam offensichtlich zu der selben Erkenntnis und regte bei Vertretern des KFV an, einen echten Altmark-Pokal auszuspielen. Und zwar mit den Pokalsiegern aus östlicher und westlicher Altmark. Kunert erklärte sich zudem bereit, einen entsprechenden Pokal zu stiften.

Mittlerweile ist auch der KFV Altmark West mit im Boot, man hat sich ausgetauscht und ist sich einig geworden. So wird im Jahr 2015 erstmals um den „Großen Altmark-Pokal des KFV Ost/West“ gespielt. Spieltermin ist der 1. August, an dem der Anpfiff um 18 Uhr im Bismarker Waldstadion erfolgen wird. Dann geht es nicht nur ums Prestige, sondern auch um Geld. Immerhin 500 Euro Prämie darf der Sieger einstreichen. Für den Verlierer gibt es immerhin noch stattliche 250 Euro Preisgeld.

Doch die Teilnehmer müssen erst noch ermittelt werden. Am kommenden Sonnabend kämpfen Heide Jävenitz und Eintracht Salzwedel in der westlichen Altmark um den Kreispokalsieg, während Rot-Weiß Arneburg und Medizin Uchtspringe den letzten Sieger des bisherigen Altmark-Pokals ermitteln. Dieser soll zukünftig umbenannt werden. „Es wird einen anderen Namen geben“, erklärte KFV-Chef Meinschien. Wie dieser lauten wird, verriet Meinschien noch nicht.

Mario Forstreuther (Trainer von Rot-Weiß Arneburg) hat diesbezüglich einen einfachen Lösungsansatz: „Man könnte es doch einfach Altmark-Pokal Ost und West nennen und das andere ist dann eben der große Altmark-Pokal“, sagte Forstreuther im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Die Idee eines neuen Wettbewerbes findet der RWA-Coach indes gut: „Das ist generell ein attraktives Spiel. Ich finde es auch in der Vorbereitung als Test nicht verkehrt. Außerdem ist es aus Prestigegründen und auch materiell reizvoll. Auf Dauer wird das Zuspruch finden“, ist sich Fortsreuther sicher.

Als „grundlegend schöne Sache“ bezeichnet Uchtspringes Trainer Jörn Schulz den Altmark-Pokal. Was den Spieltermin angeht, äußert der Trainer jedoch Bedenken: „Man hat sowieso nur eine kurze Sommerpause. Für die Vorbereitung ist das sehr schwierig, zumal auch die Planung von Testspielen dadurch nicht so einfach ist“, meint Schulz.

Die Meinungen der beiden ostaltmärkischen Pokalfinalisten gehen also, bezüglich des Spieltermins, auseinander. Kein Problem, findet auch Michael Müller vom Spielausschuss des KFV Altmark Ost. „Wir werden das im Nachgang auswerten“, verspricht Müller, dass es nach dem 1. August eine Nachlese der Verantwortlichen geben wird. Dabei ist eins schon klar. Nach Bismark im Jahr 2015 soll das Spiel 2016 in der westlichen Altmark ausgetragen werden. Dann ist auch der KFV Altmark West federführend in der Organisation, wie Müller erklärte. Immerhin sei es eine „gemeinsame Veranstaltung“, so Müller, der im regelmäßigen Kontakt mit dem westaltmärkischen KFV-Präsidenten Heinrich Piep steht.

Bei diesen Kontakten wird sicher auch der Spieltermin nochmals hinterfragt. Vielleicht wäre der 3. Oktober („Tag der deutschen Einheit“) eine Option? Zumindest würden beide Mannschaften, egal wie sie heißen, zu diesem Zeitpunkt voll im Saft stehen...

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