3:0-Finalerfolg für Stendal gegen Bismark / Havelberg Dritter

Eigentor leitet Lok-Sieg ein

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Nach der Schlusssirene kannte der Jubel beim 1. FC Lok Stendal keine Grenzen. Der Verbandsligist wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Finale mit 3:0.

Beetzendorf. Während das Finale am Ende eine sichere Angelegenheit wurde, ging es im Spiel um Platz drei enorm spannend zu.

Finale

Pünktlich um 18.40 Uhr wurde das Endspiel angepfiffen. In diesem Finale standen sich mit dem 1. FC Lok Stendal und dem TuS Bismark die beiden Mannschaften gegenüber, die im gesamten Turnierverlauf auch den besten Hallenfußball zeigten. Allerdings wurde der Landesligist aus Bismark in diesem Finale eiskalt erwischt. Nach einem Ballverlust in der ersten Minute spielten die Stendaler schnell nach vorn, wobei Carlo Rämke den Ball beim Klärungsversuch im eigenen Tor versenkte. In der Folge agierten die Stendaler abgeklärt, doch wirklich zwingende Chancen ließen die Bismarker, die hinten recht sicher standen, nicht zu. Allerdings spielten die TuS-Kicker nach vorn zu zaghaft. Gut zwei Minuten vor Schluss leisteten sich die Bismarker einen Wechselfehler, der mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet wurde. Damit musste Bismark die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten, was die Chancen auf den Ausgleich natürlich schmälerte. Der Verbandsligist aus Stendal nutzte hingegen die numerische Überlegenheit und kam in der Schlussphase noch zu zwei weiteren Toren. Vincent Kühn und Benedikt Nellessen trafen zum 3:0 und schossen den Favoriten zum Turniersieg.

„Lok hat das Finale und damit auch das Turnier verdient gewonnen. Nach einem dummen Fehler kassieren wir per Eigentor das frühe 0:1. Das darf einfach nicht passieren. Anschließend hätten wir mit etwas Glück den Ausgleich erzielen können, aber nach dem Wechselfehler in der Schlussphase war die Partie praktisch gelaufen. Wir haben uns damit das Leben selbst schwer gemacht“, fasste Mirko Völkel, Betreuer des TuS Bismark, nach dem Endspiel zusammen.

Spiel um Platz drei

Im kleinen Finale standen sich vor dem Endspiel die beiden Landesklasse-Vertreter Medizin Uchtspringe und FSV Havelberg gegenüber. Die Havelberger überzeugten bei ihrer ersten Masters-Teilnahme mit gutem Hallenfußball und kämpften nach der 1:4-Niederlage im Halbfinale gegen Lok Stendal verbissen um den dritten Rang. Die Uchtspringer mussten indes nach zwei Finalniederlagen in Folge nun etwas kleinere Brötchen backen. Doch die Mediziner erwischten einen guten Start in diese Partie. Marcel Brinkmann schoss seine Farben mit 1:0 in Führung. Doch die Havelberger hatten die passende Antwort parat. Zunächst besorgte Domenico Schluricke den 1:1-Ausgleich, ehe Marcus Bröker die Partie für den FSV drehte - 2:1. Doch in der Schlussphase setzten die Uchtspringer noch einmal alles auf eine Karte und sollten schließlich auch belohnt werden. 40 Sekunden vor Schluss war es Christoph Scheel, der den Ball zum viel umjubelten 2:2-Ausgleich in die Maschen beförderte. Somit musste der Drittplatzierte vom Neunmeterpunkt ermittelt werden. Es war übrigens das erste und einzige Entscheidungsschießen bei dieser Masters-Auflage.

Die Havelberger legten vor, Uchtspringe zog nach und zunächst gaben sich beide Teams keine Blöße. Für Medizin war dann Norman Horak als dritter Schütze an der Reihe und vergab. Havelberg verwandelte auch den vierten Schuss sicher und lag in der Addition mit 6:4 vorn. Nun waren die Uchtspringer schon gehörig unter Druck, denn Christoph Scheel musste treffen, um die Chancen der Mediziner auf Platz drei zu wahren. Doch dem Uchtspringer versagten die Nerven. Er scheiterte am Havelberger Schlussmann, so dass Kevin Hochmüller zum Matchwinner des FSV avancierte.

Von Tobias Weber

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