Fernsehshow ist das Ziel

Hindernis-Parcours selbst gebaut: Wenn der Kuhstall zur Arena wird

Sportler an den Ringen
+
Der Bombecker Marcel Peters hat in einem alten Kuhstall einen Hindernis-Parcours eingerichtet.
  • Renee Sensenschmidt
    vonRenee Sensenschmidt
    schließen

Bombeck – Die Sporthallen und Fitness-Studios sind geschlossen, Sport ist bis auf wenige Ausnahmen aufgrund der derzeit herrschenden Hygiene- und Abstandsregelungen nur noch individuell möglich. Marcel Peters hat diesbezüglich keine Probleme, der Spielertrainer des Fußball-Kreisoberligisten SV Langenapel verbessert dreimal in der Woche seine Fitness - im eigenen „Studio“.

Vor drei Jahren begann der 30-Jährige mit seinem Kumpel Fabian Meyer einen alten Kuhstall auf dem elterlichen Hof für das eigene Fitness-Training zu nutzen. Eine Hantelbank, Gewichte, Vorrichtungen für das Klimmziehen und für die Rumpfbeuge sowie diverse andere Fitness-Geräte wurden angeschafft und installiert. „Das ist hier mit normalen Fitness-Studios natürlich nicht zu vergleichen, doch es reicht aus, um hier alle Muskelgruppen trainieren zu können“, erklärt Marcel Peters, für den eine gute körperliche Verfassung eine Grundvoraussetzung ist, um gut Fußball spielen zu können.

Dart, Tischtennis und Billard sind weitere Privatvergnügen, die Marcel Peters mit seinen Freunden im alten Kuhstall absolvieren kann. Zum Freundeskreis gehören neben Fabian Meyer die Fußballer Sascha Göpfert, Marco Schmidt, Denny Liebrecht, Michel Bergener und Christopher Grambow. „Die Jungs haben beim Einrichten und Renovieren mitgeholfen und trainieren hier ebenfalls.“ Derzeit müssen sich die jungen Männer jedoch aus dem Weg gehen, sodass jeder für sich alleine trainiert. Einen festen Trainingsplan gibt es nicht, den legt ein „Glücksrad“ fest. Auf dem Rad sind 24 Felder, auf denen verschiedene Übungen stehen, die es in sich haben. „So haben wir immer Abwechslung und das Krafttraining ist nie eintönig“, hat Marcel Peters festgestellt.

Wenn man die Scheune betritt, dann fallen einem sofort, Ringe, Autoreifen und andere Griffmöglichkeiten auf, die an der Decke mit Seilen befestigt sind. Denn Marcel Peters und Fabian Meyer sind Fans der Sendung „Ninja Warrior Germany – Die stärkste Show Deutschlands“. Bei dieser Spielshow, die 2009 in Japan erfunden wurde, müssen die Teilnehmer einen atemberaubenden Hindernisparcours bewältigen, bei dem eine hervorragende Kraft, Ausdauer und Kondition erforderlich ist. „Da wollen Fabian und ich auch einmal teilnehmen. Dafür trainieren wir hart. Wir waren 2019 bereits bei einem Casting, schafften es aber nicht in die Show. Wir haben uns erneut beworben, doch aufgrund von Corona finden derzeit keine Castings statt.“ Liegestütze, Hangeln, Standweitsprung und Gleichgewichtsübungen mussten beim Casting absolviert werden. Marcel Peters hat festgestellt, dass nicht allein eine gute Physis beim Auswahlverfahren entscheidet. „Man muss auch ein wenig Showman sein. Da muss ich mir beim nächsten Mal etwas einfallen lassen.“

Marcel Peters hat der Ehrgeiz gepackt, ist er doch ein Typ, der gewinnen will, wenn es um etwas geht. „Man kann verlieren, aber es muss nicht sein“, meint der Altmärker, der die spontane Idee des Autors, nach Corona einen Wettbewerb in seinem Hangel-Parcours auszutragen, sofort zustimmte. Und das nicht nur für Männer, auch Frauen können daran teilnehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare