FUSSBALL – 2. LIGA: 1. FCM will auch Paderborn bezwingen

Duell der Aufsteiger

Er ist Regisseur und Ruhepol: Jan Kirchhoff (Mitte) kann seine Erfahrungen mit seinen Teamkollegen, hier Felix Lohkemper (l.) und Marius Bülter, teilen.
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Er ist Regisseur und Ruhepol: Jan Kirchhoff (Mitte) kann seine Erfahrungen mit seinen Teamkollegen, hier Felix Lohkemper (l.) und Marius Bülter, teilen.

Magdeburg – Zehn Punkte aus vier Spielen: Keine Zweitliga-Mannschaft ist 2019 so gut gestartet wie der 1. FC Magdeburg. Im Duell der Aufsteiger wollen die Landeshauptstädter ihre Serie fortsetzen und den zweiten Heimsieg einfahren. Wenn morgen ab 13.30 Uhr der SC Paderborn zu Gast ist, werden rund 19500 Zuschauer erwartet, darunter auch der 7-Millionste.

Michael Oenning geht nach dem Auswärtssieg in Bielefeld zuversichtlich in die Begegnung. Zumal er auch keinerlei personelle Sorgen hat. Die unter der Woche angeschlagenen Stammspieler Marius Bülter und Philip Türpitz konnten gestern Nachmittag wieder mittrainieren. Doch der Trainer kennt natürlich auch die Stärken der Paderborner. „Ich bin beim Spiel gegen Köln dort gewesen und konnte mich überzeugen, was sie im Moment ausmacht. Es ist eine absolute Mannschaft, die große Lust am Fußball spielen hat, die auch einem Gegner wie Köln über 90 Minuten Paroli geboten hat“, lobte er den morgigen Gegner. Dass sie bis zum Ende alles geben und immer in der Lage seien, Tore zu schießen, zeichne die Ostwestfalen aus. 53 Treffer haben sie bereits auf der Habenseite. „Dementsprechend glaube ich, dass es ein offenes Spiel wird mit zwei Mannschaften, die nach vorn spielen und gewinnen wollen.“

Darauf freut sich auch Neuzugang Jan Kirchhoff. Der Ex-Bayern-Profi hat sich in den drei Partien, in denen er mitwirkte, zu einem Regisseur entwickelt, der eine enorme Ruhe und Souveränität ausstrahlt. Er hat sich sehr gut eingefunden und fühlt sich wohl. „Für uns alle läuft es sehr positiv, wir haben viele Punkte geholt. Ich versuche meinen Teil dazu beizutragen und bin froh, dass es bisher sehr gut klappt“, meinte der Mittelfeldakteur gestern Mittag bei der Pressekonferenz.

Was dem 1. FCM in die Karten spielen könnte, ist, dass Paderborn auf Philipp Klement und Christian Strohdiek verzichten muss. „Das ist ein herber Verlust für Paderborn“, ist Oenning sicher. Und: Die Elf von Trainer Steffen Baumgart agiert immer im klassischen 4-4-2-System. Oenning kann taktisch variieren. Ob er wie zuletzt wieder auf die Raute im Mittelfeld setzt, ließ er offen. Das gilt auch für etwaige Veränderungen im Kader.

An das spektakuläre Hinspiel mit acht Toren kann er sich natürlich nicht erinnern, da er seinerzeit noch nicht an der Seitenlinie stand. „Ich bin auch niemand, der so gern in den Rückspiegel guckt.“ Für den Coach zählt die Gegenwart. Und die sieht momentan gut aus für die Magdeburger. „Wir sind aber noch nicht am Ende unserer Reise. Wir können froh sein, dass wir in diesem Jahr zehn Punkte gemacht haben. Darauf können wir aufbauen, um unser Ziel zu erreichen.“ Und das heißt nach wie vor Klassenerhalt.

Die zurückliegenden Spiele lassen ihn das Drei-Punkte-Ziel gegen Paderborn formulieren. Wie das gelingen kann? „Das fängt an bei einer sehr guten Ordnung an, beim Defensivverhalten der ganzen Mannschaft. Und dann gilt es herauszufinden, wo die vermeintlichen Schwächen von Paderborn sind.“

VON SABINE LINDENAU

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