Fußball-Verbandsliga: Kurze Schwächephase kostet Lok verdiente Punkte

Drei Tore in sieben Minuten

Steven Schubert (links) war in Arnstedt nach einem Eckball erfolgreich. Trotzdem musste sich der Mittelfeld-Abräumer mit seiner Mannschaft knapp geschlagen geben. Foto: Archiv

Stendal. Ein intensives und sehr körperbetontes Aufeinandertreffen mit Edelweiß Arnstedt am zweiten Spieltag der Verbandsliga hat der 1. FC Lok Stendal am Freitagabend mit 2:3 (0:0) verloren.

Ausschlaggebend für die Niederlage waren sieben schwache Minuten, in denen der Gastgeber drei Tore machte. Eine Stendaler Aufholjagd in der Schlussphase wurde nicht mehr belohnt.

Im ersten Durchgang fand das Spiel auf dem kleinen und engen Arnstedter Geläuf zwischen den Strafräumen statt, da beide Mannschaften um eine gute Grundordnung bemüht waren. Hin und wieder brach Lok zu überfallartigen Kontern aus dieser Ordnung aus und kam so durch Franz Erdmann zur besten Gelegenheit, als dieser aus 20 Metern gefühlvoll mit der Innenseite nur die Latte traf (31.). Ein Arnstedter Versuch auf der Gegenseite streifte den Pfosten. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach der Pause dauerte es eine Viertelstunde, ehe die Begegnung richtig Fahrt aufnahm. Zunächst ging Arnstedt nach einem individuellen Patzer von Edgar Krause mit 1:0 in Führung (64.) und bekam nur vier Minuten später einen strittigen Handelfmeter zugesprochen. Dieser wurde zum 2:0 verwandelt. Als Edelweiß mit einem satten Distanzschuss auf 3:0 erhöhte, schien Lok am Boden zu sein, doch die junge Elf bäumte sich nochmal auf. In der Schlussphase sorgten einstudierte Standardsituationen für die beiden Anschlusstreffer durch Steven Schubert (85.) und Vincent Kühn (88.). Die letzte Chance des Spiels hatte in der Nachspielzeit der nach vorne geeilte Torwart André Ronneburg, doch sein Schuss wurde geblockt. Somit blieb es bei der knappen Stendaler Niederlage.

„Das war hier ein sehr intensives Spiel gegen einen Gegner, der eine unglaublich Physis besitzt. Aber auch daraus können wir wieder sehr viel lernen. Mit der Art und Weise, wie wir uns verkauft haben, bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht“, ärgerte sich Stendals Trainer Sven Körner nach der zweiten Punktspielniederlage der noch jungen Saison.

• Tore: 1:0 Stefan Horlbog (64.), 2:0 Peter Freund (68.), 3:0 Horlbog (71.), 3:1 Steven Schubert (85.), 3:2 Vincent Kühn (88.).

• 1. FC Lok Stendal: Ronneburg - Weihrauch, Groß, Krause, Strube, Erdmann, Schubert, Kühn, Buschke (72. L. Breda), Nellessen, Juninho.

Von Tobias Haack

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