Drei Punkte verschenkt – Lok sündigte im Abschluss

Dominik Eggemann (vorn) und der 1. FC Lok Stendal unterlagen trotz einer ansprechenden Leistung gegen den Liga-Zweiten aus Piesteritz.

STENDAL. Gegen den Verbandsliga-Zweiten Grün-Weiß Piesteritz sah es lange danach aus, als  sollten  die  Kicker  des  1. FC Lok Stendal endlich wieder drei Zähler einfahren. Doch da die Schmidt-Elf ihre zahlreichen Chancen nicht unterbringen konnte, stand sie am Ende beim 0:1 (0:0) mit leeren Händen da. Von Evelyn Schroeter

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste, die Lok in die Defensive drängten. Und wenn die Platzherren doch mal das Leder in den eigenen Reihen hatten, reihte sich Fehlpass an Fehlpass. Folgerichtig lag der Ball in der 13. Minute auch das erste Mal im Stendaler Tor. Doch der Unparteiische gab den Treffer nicht, da Schütze Benjamin Witt zuvor Lok-Verteidiger Sven Körner foulte. Zwei Zeigerumdrehungen später kamen die Rolandstädter das erste Mal gefährlich vor den Piesteritzer Kasten. Maik Audorf schoss aber flach vorbei. Dieser Versuch war das Hallo-wach-Erlebnis für die Gastgeber, die anschließend das Heft mehr und mehr in die Hand nahmen. Einer guten Einzelleistung von Dominik Eggemann (20.) folgte ein Kopfball von Benedikt Nellessen (25.). Auf der Gegenseite hatten die Lok-Verteidiger immer weniger zu tun, erst als Sascha Zacke einen Konter startete, war Michael Runge wieder gefragt (26.). Für Stendal verbuchten Eggemann nach schöner Kombination mit Franz Erdmann (30.) und Runge nach Nellessen-Freistoß gute Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben (32.). Die größte Chance bot sich allerdings Martin Gödecke, bei dessen Schuss Jan Lindemann im Piesteritzer Gehäuse aber super reagierte (34.). Richtig hektisch wurde es nochmals kurz vor der Pause. Nachdem Erdmann den agilen Angreifer Ladislav Stefke im Strafraum zu Fall brachte, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Der Gefoulte trat selber an und scheiterte an Stephan Boy. Im direkten Gegenzug ging es mal schnell: Eggemann war Wegbereiter für Nellessen, der es aber nicht schaffte, den Ball aus fünf Metern unterzubringen.

Stendal kam nach der Pause besser aus der Kabine und war vor allem nach Standards gefährlich. Doch weder der Freistoß von Sven Körner (51.) als auch der Kopfball von Eggemann, der aus zwei Metern den Keeper traf, brachten nichts Zählbares (55.). Abgezockter zeigten sich die Gäste, die ihre erste Chance in Hälfte zwei zum 1:0 nutzten. Die Lok-Defensive konnte nach einer Flanke von der rechten Seite nicht entscheidend klären. So kam der erst kurz zuvor eingewechselte Kevin Gerstmann an der Strafraumgrenze an den Ball und hämmerte das Leder volley in die Maschen (58.). Nur vier Minuten später schickte Gödecke Nellessen steil. Lindemann kam raus und riskierte Kopf und Kragen. Der Ball landete bei Eggemann, der aus 20 Metern zwar auf das leere Tor zielte, doch Klier klärte gerade noch rechtzeitig. Anschließend war die Luft bei den Stendalern raus und die Grün-Weißen hatten mehr Anteile, versäumten aber eine Vorentscheidung, denn Boy war zur Stelle (75., 77.). Für Lok zielte Aumann zu genau, als er einen Freistoß aus 18 Metern ans Lattenkreuz nagelte (76.). In der Schlussphase warfen die Platzherren nochmals alles nach vorn, doch wieder fehlte das nötige Glück.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare