1. Handball-Nordliga: HV Lok Stendal gewinnt beim VfB Klötze mit 24:23 (12:14)

Drei kuriose letzte Sekunden

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Tim Reuschel (rechts) und der VfB Klötze boten dem Tabellenführer einen großen Kampf und mussten sich auf kuriose Art und Weise geschlagen geben.

Klötze. Die Nordliga-Handballer des HV Lok Stendal haben ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt, denn im Derby beim VfB Klötze wollten die Ostaltmärker unbedingt einen Sieg einfahren.

Das ist ihnen gelungen, auch wenn dieser mit 24:23 (12:14) denkbar knapp ausfiel und zudem sehr kurios zustande kam.

Es waren noch drei Sekunden zu spielen und die Stendaler bekamen einen Freiwurf in der eigenen Hälfte zugesprochen. Ehe sich die Klötzer versahen, traf Norman Elsner und die Lok-Männer bejubelten einen knappen 24:23-Auswärtssieg. Doch so einfach wollten sich die Klötzer dann doch nicht geschlagen geben und beschwerten sich vehement bei den beiden Unparteiischen. „Das ist einfach lächerlich. In drei Sekunden ist das gar nicht zu schaffen, denn innerhalb der Spielzeit muss der Ball nach vorn geworfen und gefangen werfen. Zudem muss der Ball vor Ablauf der Zeit auch im Tor sein. Ich weiß nicht, was die Schiedsrichter da gesehen haben. Diese Niederlage ist natürlich sehr bitter“, schilderte VfB-Spieler Mirko Böhlen die kuriose Schlussphase aus seiner Sicht. „Ich denke, am Ende wäre ein Unentschieden schon gerecht gewesen, denn wir haben bewiesen, dass wir mithalten können“, so Böhlen weiter.

Ähnlich bewertete auch Lok-Trainer Jörg Schulze die Situation. „Am Ende haben wir sicherlich glücklich gewonnen, denn wenn man das gesamte Spiel betrachtet, wäre eine Punkteteilung schon gerecht gewesen. Wir haben uns das Spiel jedoch etwas einfacher vorgestellt, denn wir sind mit einer vollen Bank angereist. Wir konnten uns aber nicht wie erhofft absetzen, denn wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Ich denke, das war eine Kopfsache. Der VfB hat aber auch ein starkes Spiel abgeliefert“, so Schulze.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Zur Pause führten die Klötzer mit 14:12 und blieben zunächst auch nach dem Seitenwechsel in der Vorhand - 16:13. Doch dann erzielten die Stendaler fünf Tore am Stück und drehten schließlich die Partie - 18:16 (45.).

Doch davon ließen sich die Klötzer keineswegs aus der Bahn werfen. Nachdem Johannes Lemme den HV Lok mit 23:22 in Front warf, besorgte Sandrino Benecke bei einer verbleibenden Spielzeit von 30 Sekunden den erneuten Ausgleich - 23:23. Alles deutete auf ein Remis hin, doch dann kamen die letzten kuriosen drei Sekunden in der Klötzer Zinnberghalle, die auch die zahlreichen Zuschauer wohl so schnell nicht vergessen werden.

• VfB Klötze: Düster, König - Philipp (4 Tore/55. Rote Karte), Reuschel (6), Benecke (4), A. Thiele (2), Böhlen (5), Brunke, Tobies, Zunder (1), Gehler (1), Jordan (2).

• HV Lok Stendal: Kurze, Vogel - Lemme (1), Leinung (4), Krähe (1), Hepper (1), Stephan, Rosentreter (5), Hentschke (3), Sens (2), Tembe, Hornuff (1), Elsner (4).

Von Tobias Weber

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