HANDBALL – VERBANDSLIGA 35:24-Erfolg gegen den HV Lok

HSG dreht den Spieß um

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Kaum zu stoppen: HSG-Akteur Max Texdorf war im zweiten Durchgang von der Deckung des HV Lok Stendal nur selten aufzuhalten.

Mieste – Das erste Aufeinandertreffen zwischen der HSG Altmark West und dem HV Lok Stendal am ersten Spieltag der Handball-Verbandsliga wurde zu einer klaren Angelegenheit, denn die Stendaler gewannen das Hinspiel in eigener Halle mit 31:16.

Und auch das Rückspiel endete mit einem deutlichen Resultat. Allerdings drehten die HSG-Männer diesmal den Spieß um. Am Sonnabend setzten sich die Westaltmärker in der heimischen Miester Sporthalle mit 35:24 (17:15) durch.

Während die Hausherren nach der Schlusssirene ausgelassen den dritten Derbysieg in Folge bejubelten, machte sich bei den Stendalern Ratlosigkeit breit. „Ich kann ehrlich nicht genau sagen, woran es gelegen hat. Ich denke, es hat einfach die nötige Grundeinstellung gefehlt. Zudem haben wir im zweiten Durchgang zu früh aufgegeben“, so Lok-Trainer Jörg Schulze.

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und gingen mit 3:0 in Führung. Doch die Gäste fanden zu ihrem Spiel und hatten bereits beim 4:4 den Ausgleich geschafft. Eine eigene Führung sollte den Stendalern allerdings nicht gelingen. Die Ostaltmärker hielten zwar stets den Kontakt, doch mehr als mehrmalige Ausgleichstreffer wie beim 7:7 (15.) oder 13:13 (25.) schafften sie nicht. Mit einer 17:15-Führung gingen die HSG-Männer dann auch in die Pause. Doch wirklich zufrieden zeigte sich HSG-Trainer Dominec Soeder mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht. „Unsere erste Halbzeit war echt grausam, denn wir haben sehr schlecht gespielt.“

Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Schafften die Stendaler durch Ludwig Gercke zunächst den 16:17-Anschlusstreffer, legten die Hausherren dann einen mächtigen Zwischenspurt hin. Niklas Kropf im HSG-Kasten zeigte mehrere starke Paraden, wobei auch die Deckung der Gastgeber enorm stabil stand. Die Stendaler fanden in dieser Phase keine Mittel, um zum Torerfolg zu kommen. Im Gegenteil, denn die vielen Fehlwürfe wurden von den Westaltmärkern gnadenlos bestraft. Die HSG-Sieben erzielte satte sieben Treffer in Folge, enteilte auf 24:16 (43.) und hatte die Partie damit auch schon entschieden. Auch in der Folge fanden die Stendaler nicht mehr zu ihrem Spiel, wobei auch Chris Rosentreter oder Tim Krähe, die im ersten Durchgang das Lok-Spiel lenkten, keine Akzente mehr setzen konnten. Die Schlussphase war dann ein Schaulaufen der Hausherren, denn am Ende bejubelte die HSG einen überaus deutlichen 35:24-Erfolg.

„Die zweite Halbzeit war natürlich bombe. Wir haben hinten sicher gestanden, in der Offensive konzentriert agiert und konnten so die Fehler der Stendaler nutzen“, so Soeder.

HSG Altmark West (Tore): Kropf, Gutzeit - Gürtler (2), Röscher (1), Günther (4), Teitge (1), Texdorf (9), Seiler (6), Kleist (8), Hesse (2), Krause (2).

HV Lok Stendal: Götzky, Vogel - Schumann (4), Gercke (3), Krähe (5), Hepper (1), Rosentreter (7), Tembe (2), Görnemann (2), Grimmer, Lemme, Ryssmann.

VON TOBIAS WEBER

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