„Drecksspiel“

3. Fußball-Bundesliga: 1. FC Magdeburg nach Münster zum Krisenspiel

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Die Verteidigung um Neuzugang Moritz Sprenger (links) und Steffen Puttkammer ist nicht das Problem des 1. FC Magdeburg. Es mangelt an Qualität und Ideen im Offensivspiel.

Magdeburg. Zum Auftakt einer „englischen Woche“ in der 3. Fußball-Bundesliga reist der 1. FC Magdeburg morgen zu Preußen Münster (Anstoß 14 Uhr). Beide Teams sind schlecht in die Saison gestartet und rangieren mit jeweils nur vier Punkten derzeit auf einem Abstiegsplatz.

Nach sechs Spielen macht sich somit auch die erste Krisenstimmung breit.

Von einer sportlichen Krise wollte FCM-Trainer Jens Härtel auf der gestrigen Pressekonferenz jedoch nichts wissen. „Bei uns war nicht alles schlecht, ich habe auch gute Ansätze gesehen“, so Härtel, dem die bisherige Ausbeute auch nicht schmeckt „Wir haben nicht die Punkte, die wir haben wollten und sind daher gefordert.“

Und nun treffen die Magdeburger auf einen Gegner, der viel in seinen Kader investiert hat und bei dem die Ergebnisse ebenfalls nicht stimmen. Daher gibt es in Münster auch keinen Schönheitspreis zu gewinnen. „Es wird ein intensives und aggressives Spiel“, ist sich Jens Härtel sicher und sprach zudem von „einem Drecksspiel, das wir ziehen wollen.“.

Drei Punkte sollen her, aber dafür muss der 1. FCM seine Ladehemmungen ablegen. Der Erfolg hängt zu sehr von Christian Beck ab. Und hat der Torjäger sowie in den Begegnungen in Zwickau und Mainz Ladehemmungen, dann sieht es schlecht aus. Einen zweiten Stürmer, der auch Torgefahr ausstrahlt, haben die Elbestädter derzeit nicht zu bieten.

Auch nicht Manuel Farrona Pulido, der einmal traf und ein Tor vorbereitet hat. Der Offensivakteur schätzte seine persönlichen Leistungen positiv ein, stellte aber fest, dass der „Mannschaft derzeit die Entschlossenheit fehlt, um das Ding über die Linie zu bringen.“ Pulido gab für sich und die Mannschaft das Versprechen ab „kämpferisch da zu sein, um uns aus dem Negativstrudel heraus zu kicken.“

Trainer Härtel wird indes seiner bisherigen Stammformation vertrauen, zumal sich die Bankspieler in den Pokalspielen nicht groß hervor getan haben. „Wir können uns keine Experimente leisten, dafür steht zu viel auf dem Spiel“, meinte der Coach, der noch um den Einsatz von Felix Schiller bangt.

Spätestens nach Abschluss der „englischen Woche“, die am kommenden Mittwoch um 18.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen II und vier Tage später in Wiesbaden ihre Fortsetzung findet, wird man im Lager den 1. FCM wissen, ob sich die Mannschaft aus der Umklammerung befreien kann oder ob sich die Fans schon jetzt auf einen knallharten Kampf gegen den Abstieg einstellen müssen.

Von Renee Sensenschmidt

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