Handball Sachsen-Anhalt-Liga Frauen: Oebisfelde bezwingt Niederndodeleben

Dietz trifft per Kempa-Trick

Die Frau für alle Fälle: Oebisfeldes Co-Trainerin Stefanie Müller hielt als Torhüterin erst einen Siebenmeter (35.) und spielte in der Schlussphase der Partie als Rechtsaußen. Foto: Staade

Oebisfelde. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Im Nachholspiel der Sachsen-Anhalt-Liga kamen die Handballerinnen des SV Oebisfelde am Sonnabend zu einem verdienten 26:19 (14:11)-Heimsieg gegen die Reserve des TSV Niederndodeleben.

Trotz personeller Engpässe trat die Sieben von Trainer Uwe Dietz einmal mehr als echtes Team auf. Die Basis für den Erfolg war dabei eine starke Deckung um die überragende Torhüterin Julia Hübe. Sie brachte den Gegner mit tollen Paraden zur Verzweiflung. Außerdem ging beim SVO im Angriff von allen Positionen Torgefahr aus. Dies war wichtig für die Allerstädterinnen, denn für Torjägerin Franziska Dietz stellte der TSV von Beginn an eine Sonderbewacherin ab.

In der Anfangsphase war dies spürbar. Oebisfelde lag mit 2:4 (5.) zurück. Schnell kam der SVO nach Treffern von Anika Brosig, Juliane Schulz und Nicole Hahnauer (2) jedoch wieder auf Kurs – 6:4 (9.). Selbst in Unterzahl, wie beim 11:8 durch Juliane Schulz, waren die Oebisfelderinnen gefährlich. Der Siegeswille des Gastgebers war eindeutig zu spüren. Der schönste Spielzug gelang kurz vor der Pause, als Franziska Dietz ein Zuspiel von Steffi Loan per sehenswertem Kempa-Trick zum 14:10 vollendete.

Nach dem Wechsel hatten die SVO-Damen den Gegner weiter im Griff und führten nach dem 19:13 durch Beatrice Franke (42.) mit sechs Toren Vorsprung. Durch viele kleinliche Entscheidungen der Schiedrichter kam jedoch immer mehr Unruhe ins Spiel. Dies bekam Stefanie Loan zu spüren, die nach schönem Treffer zum 21:16 (47.) anschließend nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig ihren Hitzkopf abkühlen durfte. Als die Gäste dann auf 17:21 verkürzten, schien es nochmal brenzlig zu werden.

Aber Coach Uwe Dietz schwor seine Mannschaft, die anschließend wieder richtig aufdrehte, bei einer Auszeit erneut ein (51.). Juliane Schulz, Beatrice Franke, Aniko Pok und Annika Brosig gelangen gleich vier Treffer in Folge zum 25:17 (58.). Damit waren alle Messen gesungen. Entsprechend gelöst analysierte SVO-Trainer die Partie: „Ich bin heute mit meinen Mädels zufrieden. Die kämpferische Einstellung stimmte über 60 Minuten, die Abwehrarbeit war der Grundstein zum Sieg. Ein besonderes Lob muss ich Torhüterin Julia Hübe aussprechen. Das war ihr Tag, aber stolz bin ich nach diesem Sieg natürlich auf alle“, so Dietz.

• SV Oebisfelde (Tore): Hübe, Reinecke, Müller - Dietz (6), Hahnauer (4), Loan (3), Schulz (3), Adamietz (1), Pok (1), Brosig (3), Franke (5).

Von Jörg Staade

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