SVO-Handballer planen zweigleisig

Qualität des Oebisfelder Kaders entscheidet über künftige Spielklasse

drei Handballspieler mit Ball
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Daniel Schliephake (am Ball) und die Handballer des SV Oebisfelde haben sich noch nicht entschieden, in welcher Klasse sie künftig auf Torejagd gehen werden.
  • Renee Sensenschmidt
    vonRenee Sensenschmidt
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Oebisfelde – Andreas Kalupke hat seine Laufbahn beendet, Steve Sauer verlässt den Verein. Aufgrund einer unklaren Kader-Situation ist noch nicht sicher, in welcher Spielklasse die Männer des SV Oebisfelde in der kommenden Saison spielen werden. Weiter in der Mitteldeutschen Oberliga oder in der Sachsen-Anhalt-Liga?  

Da der Meldeschluss in der Oberliga (15. Mai) für die Saison 2021/22 diesmal hinter dem der Sachsen-Anhalt-Liga (1. Mai) liegt, haben sich die SVO-Verantwortlichen entschlossen für beide Spielklassen zu melden. „Wir wollen damit ein wenig Zeit gewinnen“, so Trainer Herrmann, der noch an seinem künftigen Kader bastelt. „Ich möchte als Trainer natürlich weiter in der Oberliga spielen. Doch die Qualität muss stimmen, 14 Spieler müssen für diese Klasse geeignet sein.“

In die vergangene Saison sind die Allerstädter mit einem 18-Mannkader gestartet, zumindest in den drei Heimbegegnungen gegen den HSV Bad Blankenburg (25:26), den HC Glauchau/Meerane (34:27) und die HG Köthen (33:31) hat der SVO seine Ligatauglichkeit unter Beweis gestellt. Doch dann kam der zweite Corona-Lockdown, seit einem halben Jahr ruht auch der Handball-Sport. „Wir sind in einer schwierigen Lage. Neue Leute zu bekommen ist fast unmöglich“, bedauert Christian Herrmann, der in den vergangenen Jahren das Punktspielgeschehen in der Region dazu genutzt hat, sich Spieler anzuschauen, mit ihnen Gespräche zu führen und Perspektiven beim SVO aufzuzeigen. Natürlich hat Herrmann auch den eigenen Nachwuchs im Blickfeld. Eine A-Jugend ist derzeit nicht vorhanden, die B-Jugendlichen um Justin Kalupke „brauchen noch zwei Jahre.“

Neben den Kader-Gesprächen sind die SVO-Verantwortlichen bemüht, endlich wieder ins Mannschafts-Training zurückkehren zu können. Die Spieler halten sich derzeit mit individuellen Lauf- und Fitnesseinheiten weiter fit. Nichts kann aber das Training mit dem Ball in einer Halle ersetzen. Und so hat der SVO ein Konzept erarbeitet, um mit einer Schnelltest-Strategie wieder unter Hallenbedingungen trainieren zu können. „Die Stadt muss es zulassen“, erklärt Christian Herrmann. Doch haben die Stadt-Verantwortlichen nach dem jüngsten Beschluss des Bundestages überhaupt noch Spielraum?

Knapp drei Wochen hat das sportliche Handball-Aushängeschild der Altmark noch Zeit, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Zumindest finanzielle Abwägungen spielen bei der Entscheidungsfindung keine Rolle. „Unsere Sponsoren halten zur Stange“, berichtet Christian Herrmann, der alles dafür geben wird, dass in Oebisfelde auch künftig attraktiver Handballsport zu sehen sein wird.

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