Tangerhütter Mark Wilke möchte ein Sportmuseum einrichten

DFB-Pokal in Altmark-Hand

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Er hält ihn fest umschlungen, den Ur-DFB-Pokal. Das fast sechs Kilogramm schwere Prunkstück war für zwei Wochen beim Sportdienstleister Mark Wilke in Tangerhütte.

Tangerhütte. „Vorsicht, der ist nicht leicht!“ Frisch poliert steht der DFB-Urpokal im Büro von Mark Wilke. Knapp sechs Kilogramm schwer und mehr als 50 Jahre alt ist der Pott, um den Fußball-Mannschaften Jahr für Jahr kämpfen.

„Es gibt drei davon“, erzählt der Sportdienstleister. Einer, das Original, das nach dem Vorbild des Urpokals entstanden ist, steht beim Gewinner der Saison 2017/18 im Regal, bei der Frankfurter Eintracht. Eine Kopie geht quer durchs Land auf Werbetour. Und der Ur-Pott war für zwei Wochen in Tangerhütte. Vielleicht auch, weil Mark Wilke ein Stück weit ein Champion ist, ohne ihn gewonnen zu haben.

Der 47-Jährige steht Amateur- und Profisportlern gleichermaßen zur Seite. Mehr als 1300 Sportler weltweit verlassen sich auf den Altmärker. Und er verlässt sich darauf, von jedem Athleten ein signiertes Geschenk zu bekommen. Und so erzählen die Trikots, Bälle, Skier und sogar ein Formel-1-Reifen Geschichten von denjenigen, die sie getragen oder gefahren haben. Und sie zeigen die sportliche Bandbreite auf, für die auch Wilke steht. Wenn er seine Sportler trifft, dann trainiert er gern mit ihnen. Fußball, Handball, Volleyball ... Da kann der athletische Tangerhütter mithalten. Beim Biathlon und Bobfahren wird es schwieriger. Und ein aussortiertes Gefährt würde in seinem Büro keinen Platz finden. Nicht nur deshalb denkt Wilke intensiv darüber nach, seine Sammlung in einem Museum öffentlich zugängig zu machen. Er hat schon das eine oder andere Objekt in seiner Heimatstadt ins Auge gefasst, das für ein Sportmuseum in Frage kommen könnte. Doch noch ist nichts spruchreif. Lohnen würde es sich aber auf jeden Fall. Denn die Vitrinen und Garderobenständer in seinem Büro platzen aus allen Nähten. Und zu jedem Stück kann Mark Wilke eine Geschichte erzählen. Auch zu den Fotos, die die Wände zieren.

Da werden Erinnerungen wach an die Anfänge seines Handball-Services. Damals, als Ikone Stefan Kretzschmar noch für den SC Magdeburg aufgelaufen ist, lief auch die Karriere von Wilke in die sportliche Richtung. Nur eben auf der anderen Seite. Den DFB-Urpokal hat er von einer seiner Kundinnen für Werbezwecke zur Verfügung gestellt bekommen. Zwei Wochen lang war das Prunkstück in Tangerhütte. Und wenn sich Mark Wilke den Traum von seinem eigenen Sportmuseum erfüllt, dann wird dieser Pott sicher auch zu besonderen Anlässen ausgestellt.

Von Sabine Lindenau

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