Online-Konferenzen des KFV Altmark West

Deutliche Mehrheit für Saisonabbruch - Aufstieg nach FSA-Entscheid

zwei Fußballer mit einem Ball
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Julien Schulz (l.) besiegte im Oktober 2020 mit dem TSV Kusey den VfB Klötze (r., Niklas Mühl) mit 3:1.
  • Renee Sensenschmidt
    vonRenee Sensenschmidt
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Altmark – Die meisten Amateurspielklassen im Fußball haben ihre Saison abgebrochen und beendet. Noch offen sind die Regelungen auf Kreisebene. Auch beim KFV Fußball Altmark West müssen Entscheidungen getroffen werden, eventueller Auf- und Abstieg geregelt werden. „Ihr macht das Richtige“, hat Spielausschuss-Vorsitzender Axel Garz auf den Online-Konferenzen großes Vertrauen erhalten.

In der vergangenen Woche beriet der KFV online mit den Mannschaften der Kreisoberliga, Kreisliga und 1. Kreisklasse bei den Herren und den Teams der Alten Herren (AZ berichtete). „Fast 90 Prozent plädieren für einen Abbruch der laufenden Saison und einen früheren Start in die Saison 2021/22“, berichtet Axel Garz, der sich darüber freut, dass die Vereine und Mannschaften alle weiter zur Stange halten und ein sehr gutes Klima bei den Konferenzen herrschte. „Das gibt mir neuen Mut“, so Garz, der in der Corona-Pandemie aufgrund fehlender Perspektiven bereits ein wenig die Lust an seinem Ehrenamt verloren hatte.

Doch momentan hängen die Entscheidungen noch in der Schwebe, denn der KFV muss noch abwarten, welche Entscheidungen der Fußball-Verband Sachsen-Anhalt (FSA) für seinen Bereich am 15. Mai verkünden wird. „Der FSA muss noch festlegen, ob es Aufsteiger gibt“, erklärt der Spielausschuss-Vorsitzende, der dabei die Staffel I, der Landesklasse in seinem Blickfeld hat.

In der 1. Kreisklasse plädieren die Mannschaften für eine Fortsetzung der Saison bis ins Jahr 2022. Die aktuelle Tabelle soll eingefroren werden, dann fortgesetzt und mit einer dritten Runde beendet werden. In puncto Aufstieg soll eine sportliche faire Lösung praktiziert werden. Die SG Engersen/Kloster Neuendorf und der VfB Klötze II haben alle fünf Saisonspiele gewonnen, die SG verfügt über das leicht bessere Torverhältnis. Da es noch keinen direkten Vergleich und auch Spielwertungen gab, soll es nach dem Wunsch beider Vertretungen ein Aufstiegsspiel geben.

Aufgrund der Quotienten-Regelung würde Eintracht Berge als Tabellenführer der Kreisliga das Aufstiegsrecht in die Kreisoberliga erhalten. „Die Eintracht hat signalisiert, dass sie aufsteigen würde“, berichtet Axel Garz, der in der Kreisoberliga aufgrund der Quotienten-Regelung gleich drei punktgleiche Aufstiegsaspiranten hat. Dabei verfügt der TSV Kusey (21:9) gegenüber dem VfB Klötze (17:7) und Heide Jävenitz (15:5) das leicht bessere Torverhältnis. Die Jävenitzer waren bei der Online-Konferenz nicht dabei, die Klötzer haben dort Aufstiegsbereitschaft signalisiert. Nicht aber die Kuseyer, die sich erst beraten wollten. Diese Beratung fand am Donnerstagabend statt. „Sollten wir gefragt werden, dann wird der Gang wohl nach oben gehen“, erklärt Trainer Klaus Steckhan. Die im Vorjahr eingeführte Möglichkeit, alle Heimspiele am Sonntag bestreiten zu können, weitere Teams dies ebenfalls machen, hat das Meinungsbild der Kuseyer, die 2019 (damals waren Sonntagsspiele nur mit Zustimmung des Gegners möglich) auf einen Aufstieg noch verzichtet hatten, verändert.

Wenn wieder Fußball gespielt werden kann, eventuelle noch die Pokal-Wettbewerbe fortgesetzt werden können, dann setzten die Vereine auf faire Bedingungen. Der KFV will bei der Festsetzung der Spieltermine dann die unterschiedlichen Regelungen in den Kommunen berücksichtigen, damit Chancengleichheit gegeben ist.

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